Bilanz für 2022

Meldeamt: Schnellere Termine für Wuppertaler

Die Wartezeiten im Einwohnermeldeamt haben sich deutlich reduziert. Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2014.
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Die Wartezeiten im Einwohnermeldeamt haben sich deutlich reduziert. Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2014.

Über 300 000 Dienstleistungen wurden beim Einwohnermeldeamt in Wuppertal bearbeitet.

Von Christian Töller

Wuppertal. Eine erfolgreiche Bilanz für das Jahr 2022 hat jetzt das Einwohnermeldeamt gezogen. „Uns ist es gelungen, das zu erreichen, wofür wir stehen“, erklärte Amtsleiter Jochen Siegfried. Dazu gehörte auch, „dass wir rund 300 000 Menschen mit einer auskömmlichen Terminlage versorgen konnten. Das hatten wir so noch nie.“ So ließen sich zahlreiche Menschen im Einwohnermeldeamt einen Personalausweis ausstellen, holten sich eine Meldebescheinigung, ein Führungszeugnis, Beglaubigungen oder einen Pass.

Eine Prognose der Arbeiten, die im kommenden Jahr anfallen, wird jeweils im November erstellt, berichtet Jochen Siegfried. Dabei berücksichtigt das Amt Daten von Reisegesellschaften, die Zahl der gebuchten Reisen und die erwarteten Flüchtlingszahlen. Daraus ergeben sich die Zahl der wahrscheinlich zu bearbeitenden Vorgänge und eine Grundlage für die Personal- und Urlaubsplanung.

Die Zahl der Vorgänge im vergangenen Jahr zeigt laut Oberbürgermeister Uwe Schneidewind, „welch organisatorischer Aufwand dahinter steht“. Die Zahl der Dienstleistungen im Einwohnermeldeamt ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, mit einem Ausreißer nach unten im Corona-Jahr 2020. Lag die Zahl im Jahr 2019 bei 244 839, stieg sie auf 305 055 im Jahr 2022. Für 2023 prognostiziert das Einwohnermeldeamt 339 862 Vorgänge.

Schneidewind lobte, dass es durch organisatorische Maßnahmen und dem Engagement der Mitarbeiter gelungen sei, dass „keiner längere Zeit auf einen Termin warten musste“. Die durchschnittliche Wartezeit für einen Termin liegt laut Jochen Siegfried „bei ein bis drei Tagen, in der Hochsaison – in den Monaten Juni, Juli und August – bis zu einer Woche. Dadurch ermöglichen wir es den Menschen, stressfrei auf Leistungen zugreifen zu können.“ Das führe für die Menschen „zu einer höheren Lebensqualität“, so Siegfried. Auch trage das Einwohnermeldeamt damit zum „Frieden in der Gesellschaft bei, weil die Menschen mit der Verwaltung zufrieden sind“.

Ein Grund für diesen Erfolg liegt laut dem Amtsleiter in der gestiegenen Zahl an Mitarbeitern. Derzeit sind 42 Vollzeitstellen im Bereich der direkten Antragsgeschäfte besetzt, vor vier Jahren waren es nur 31. „Wir sind sehr froh, dass wir jetzt eine Personaldecke haben, die den tatsächlichen Aufgaben entspricht“, erklärte Jochen Siegfried.

Doch die Arbeit im Einwohnermeldeamt hat auch Nachteile, wie Schneidewind einräumt. „Homeoffice-Arbeitsplätze sind wegen des persönlichen Kundengeschäfts so gut wie gar nicht möglich. Das ist ein großer Nachteil für die Beschäftigten und führt dazu, dass es seit zwei Jahren keine verwaltungsinternen Bewerbungen mehr im Meldeamt gibt.“

„Die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch stetige Änderungen des Einbürgerungs- und Zuwanderungsrechts auch weiter wachsen und das Erfordernis des jährlich zu erneuernden Kinderreisepasses wird ein wachsendes Geschäftsfeld bleiben“, unterstreicht der zuständige Fachdezernent Matthias Nocke.

„Die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit einer servicestarken Leistungserbringung ist dem überdurchschnittlichen Engagement der Kolleginnen und Kollegen zu verdanken, die trotz Beschränkungen ihrer eigenen Urlaubsplanung und des Verzichts auf die Möglichkeit des Homeoffice im direkten Kundenkontakt Beispielhaftes leisten und ein Aushängeschild unserer Stadtverwaltung sind.“

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