Jugendzentrum

Megafon bietet Kreatives mit Spaßgarantie

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Marc Munz leitet das Megafon an der Montanusstraße jetzt im fünften Jahr. 

BURSCHEID Leiter Marc Munz überdenkt das Programm des Burscheider Kinder und Jugendzentrums regelmäßig neu.

Von Jürgen Heimann

Von einer besinnlichen Zeit ist zumeist die Rede, wenn Erwachsene auf die Gestaltung der kommenden Wochen vor Weihnachten angesprochen werden sollen. Bei Kindern und Jugendlichen kann mit dieser sprachlichen Gefühls-Wunsch-Welt wohl kaum gepunktet werden - und dennoch wollen auch sie mit genau diesem Thema eingefangen werden. Das glaubt zumindest der Leiter des Kinder- und Jugendzentrums Megafon. Nicht nur, weil sein Arbeitgeber die Katholische Jugendagentur ist.

Und so hat Marc Munz die anstehenden Veranstaltungen unter den Stern der Weihnacht gestellt. „Wir arbeiten auf das Fest hin.“ Die Mädchen beispielsweise bekommen die volle Advents-Dröhnung. Aber auch die Nachbarschaft wird unter dem Motto in das Haus eingeladen. Und wenn das alles vorbei ist, wird es im kommenden Jahr auf der Bühne des Megafons richtig interessant. Hier die aktuellen Projekte im Kinder- und Jugendzentrum an der Montanusstraße. Die Nachbarn einladen, damit der eine oder andere auch mal möglichen Unmut von sich geben kann - das war eigentlich schon längst geplant im Megafon. Marc Munz glaubt zwar nicht, dass die Anwohner Grund zur Klage haben, weil er selbst Ausschau danach halte, ob alles im Lot ist. „Von der Rückseite unseres Gebäudes haben mal Jugendliche von uns Steine zu den Nachbarn in den Garten geworfen. Da bin ich sofort mit ihnen rübergegangen und die Jungs haben sich entschuldigt.“

Und die Anwohner seien ganz überrascht gewesen. Nun könne man das Nachbarschaftsadventscafé am 7. Dezember dazu nutzen, gemeinsam von 15 bis 20 Uhr ein paar nette Stunden miteinander zu verbringen. Munz: „Wir möchten gemeinsam die Adventszeit begrüßen, bei Waffeln und Punsch das Gespräch suchen und die Arbeit des Megafons vorstellen. Wir werden Fragen zu unserer Arbeit beantworten, das Haus für alle interessierten Öffnen und offen für Anregungen, Kritik und Ideen sein.“

Nachbarschaft wird zum Café eingeladen

Für die Mädchen, die bekanntlich ihren eigenen Tag und auch ein eigenes Zimmer im Megafon haben, laufen bereits die Weihnachtsveranstaltungen. Heute sind sie beispielsweise dazu eingeladen, Hexenhäuschen zu bauen. Am 4. Dezember sind dann Krippen dran, wieder eine Woche später werden Bratäpfel gebacken. Und damit zu Heiligabend auch das Outfit zum Fest passt, stellen die Mädchen am 18. Dezember ihren eigenen weihnachtlichen Haarschmuck her. Die Eltern dürfen also gespannt sein. Kochen für alle ist ein Projekt, das bereits seit längerer Zeit läuft und jetzt mit einigen Gerichten auch weihnachtlich werden soll. Eigentlich sind samstags ab 16 Uhr Spaghetti Bolognese und Hähnchen mit Reis der Renner bei den 13 bis 30 Kindern und Jugendlichen, was die fünf jungen Köche mit ihrer Anleiterin Eva an den kommenden Samstagen für einen Euro pro jungem Besucher aus den Töpfen zaubern werden, weiß Munz noch nicht: „Gans mit Rotkohl und Klößen wird es jedenfalls nicht sein.“ Hintergrund dieser Idee sei es, dass ein junges Team in Verantwortung gebracht wird.

„Es werden beim Kochen viele Fertigkeiten geschult“, sagt der Megafon-Chef. Dazu gehörten eine gewisse Motorik beim Schneiden genauso wie ein bisschen Rechnen beim Abwiegen. Dass es am Ende allen schmeckt, zeige die Resonanz. „Die Kinder reißen sich darum.“

Ebenfalls groß ist die Resonanz auf das Theaterstück „Hashtag“, das Ende März gleich zweimal auf der Bühne des Jugendzentrums aufgeführt werden soll. Zwölf Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren sind bereits bei den Proben freitags zwischen 16 und 18 Uhr dabei, 15 bis 20 dürfen es aber sein. Dem Titel entsprechend geht es um die digitale Welt. „Die Darsteller geben den jeweiligen sozialen Medien eine Figur“, erläutert Munz. „Dabei geht es auch um die Frage, welcher Charakter steht beispielsweise hinter Facebook und wie kann man ihn zeigen.“

„Stayfriends“ - so viel sei jetzt schon mal verraten - hat auf jeden Fall einen langen, grauen Bart. Übrigens: Alle bis auf einen aus der Theatergruppe waren noch nie vorher im Megafon. Auch junge Bühnenbildner und Techniker werden weiterhin für das Projekt gesucht.

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