Knotenpunkt

Lichtscheid: Der Umbau des Kreisels beginnt

Stefan Fries
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Rund um den Wasserturm werden auf Lichtscheid Baustellen eingerichtet.

Die Stadt Wuppertal baut, das Land NRW investiert fünf Millionen Euro.

Von Andreas Boller

WUPPERTAL Die Vorarbeiten zum Ausbau des Lichtscheider Kreisels haben begonnen. Ab dem 11. Mai müssen einzelne Abschnitte des Verteilerkreises gesperrt werden. Die Gesamtbauzeit wird voraussichtlich 16 Monate dauern. Die Stadt Wuppertal hat die Planung des Umbaus übernommen, die Kosten in Höhe von rund fünf Millionen Euro übernimmt das Land NRW, denn die „Ertüchtigung“ des Kreisels ist eine Voraussetzung für den Umbau der L 419 von dort bis zur Blombachtalbrücke.

„Zurzeit ist deutlich weniger Verkehr auf den Straßen unterwegs. Das erleichtert die Baumaßnahmen. Der Lichtscheider Kreisel ist eine wichtige Übereckverbindung der Straßen von Ronsdorf in Richtung Elberfeld und Barmen. Der Kreisel ist in die Jahre gekommen und muss technisch und baulich erneuert werden“, sagt Verkehrsdezernent Frank Meyer.

„Zur Hauptverkehrszeit sind Rückstauungen zu erwarten.“
Dezernent Frank Meyer

Bei der Stadt Wuppertal ist man erleichtert, dass man mit der Firma Strabag ein Unternehmen gefunden hat, das die Arbeiten ab dem ersten langen Maiwochenende übernehmen wird. Im ersten Bauabschnitt wird für mehrere Monate eine Umleitung über die Oberbergische Straße, die Müngstener Straße und die Obere Lichtenplatzer Straße eingerichtet. Der Kreisel werde somit erweitert, sagt Stefan Lederer vom Ressort Straßen und Verkehr. Der erste Bauabschnitt müsse jetzt erfolgen, um in den Sommerferien den schwierigsten und für Staus anfälligsten Abschnitt in Angriff nehmen zu können, erklärt die Leitende Baudirektorin Hannelore Reichl.

Der Kreisel werde auf zwei Spuren ausgebaut, gleichzeitig wird die Fahrbahn erneuert und drei Brücken werden abgedichtet, damit die Baumaßnahme über viele Jahre Bestand haben wird. Frank Meyer betont, dass während der gesamten Bauzeit bis voraussichtlich Ende 2021 in allen Fahrtrichtungen der Verkehrsfluss aufrecht erhalten werden soll. Eine zeitweise Sperrung ist nicht vorgesehen. Wie beim Umbau der B 7 setzt die Stadt darauf, dass sich die Autofahrer mit den Umfahrungen vertraut machen. „Dennoch bleibt der Verkehrsknoten hoch belastet und zur Hauptverkehrszeit sind Rückstauungen zu erwarten“, sagt Dezernent Meyer.

Mit den Stadtwerken hat sich die Stadt kurzgeschlossen. Die WSW bereiten für ihre Linienbusse während der Bauzeit Ersatzhaltestellen (Haltestelle Wasserturm) vor und werden ihre Fahrgäste speziell über die geänderte Linienführung informieren.

Ausfallen werden allerdings die geplanten Info-Veranstaltungen für die direkt betroffenen Anwohner: „Wir hatten Info-Veranstaltungen mit den Anliegern, dem Bürgerverein Hochbarmen und den Gewerbebetrieben geplant, aber die sind wegen der Corona- Krise leider nicht möglich“, sagt Hannelore Reichl.

Der Umbau des Kreisels Lichtscheid ist im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der Parkstraße zu sehen: In einigen Jahren soll die Straße entlang der ehemaligen Kasernen als direkte Verbindung zwischen A 46 und A 1 ertüchtigt werden. Auch hierzu laufen die Planungen. Bislang ist die Strecke in Stoßzeiten ein Nadelöhr und häufig durch Staus verstopft. Viele Pendler stellt das täglich vor eine Nervenprobe auf dem Weg zur Arbeit – etwa zwischen Remscheid oder Radevormwald und dem Wuppertaler Westen.

Auf ihrer Webseite informiert die Stadt Wuppertal im Detail über die einzelnen Bauabschnitte, die am Lichtscheider Kreisel geplant sind:

wuppertal.de/baustelle-lichtscheid

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