Verkehr

Lichtscheid: Umbau ab Frühjahr 2020

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Rund um den Wasserturm werden auf Lichtscheid ab April Baustellen eingerichtet. 

WUPPERTAL Die Arbeiten am Wuppertaler Knoten sind eng getaktet. Alle Verbindungen sollen erhalten bleiben.

Von Eike Rüdebusch

Die Arbeiten für die L 419 beginnen im April. Denn dann beginnt die Stadt damit, den Lichtscheider Kreisel auszubauen. Die Arbeiten, die der Landesbetrieb Straßen NRW bezahlt, sollen in drei Abschnitten ablaufen – der schwierigste Teil in den Sommerferien. Hannelore Reichl, Leiterin des Ressorts Straßen und Verkehr, stellte die Pläne jetzt im Wuppertaler Verkehrsausschuss vor. Sie betreffen auch zahlreiche Pendler, die aus Richtung Lüttringhausen/Radevormwald nach Elberfeld oder zur A 46 unterwegs sind.

Der Kreisel soll zweispurig werden, um die später erwarteten Verkehrsströme auffangen zu können. Während der Maßnahmen sollen alle Verkehrsbeziehungen aufrechterhalten werden – mit Umleitungen und neuen Markierungen, die Fahrbahnen der Zufahrtsstraßen und der Kreisel selbst sollen zweispurig werden. Dabei bekommt der Kreisel eine komplett neue Fahrbahnbefestigung.

Stefan Lederer, Leiter Straßenbau, sagte, die aktuelle Fahrbahn sei sehr schadhaft. Straßen NRW habe darum geben, die Fahrbahn auf ganzer Tiefe, also 70 Zentimeter, zu erneuern, nicht hur die Oberfläche. Sonst müsste man die Straße in zehn Jahren neu machen, das sei wenig nachhaltig.

Beginnen sollen die Arbeiten im April, kündigte Reichl an – dann soll die Obere Lichtenplatzer Straße ausgebaut werden – ebenso wie der Teil zwischen Oberer Lichtenplatzer und Oberbergischer Straße. Das sei wichtig als vorbereitende Arbeit für den zweiten Bauabschnitt, der zwingend in den Sommerferien ablaufen müsse.

Verpflichtung: Baubetrieb muss das gesamte Tageslicht ausnutzen

Der zweite Abschnitt betrifft dann die Oberbergische Straße aus Ronsdorf kommend und den östlichen Teil des Kreisels. Hier sprach Reichl von einer „genialen Idee“ ihres Teams im Bezug auf die Verkehrsführung. Denn die führt aus Ronsdorf kommend links am Überflieger vorbei, um den Kreisel herum. Der Teil, der im ersten Abschnitt gebaut werden soll, käme dann als tragender Baustein zum Einsatz. Reichl sagte, der Abschnitt müsse zwingend in den Ferien passieren, weil dann 30 Prozent weniger Verkehr erwartet werden gegenüber den Schulzeiten. Die Baufirmen würden für eine „Tageslichtbaustelle“ verpflichtet, sagte Reichl. Sie sollen im Mehrschichtbetrieb das ganze Tageslicht im Sommer ausnutzen, damit der Kreisel bis Ende der Sommerferien fertig gestellt sei.

Nach den Sommerferien wird noch der westliche Teil des Kreisels ausgebaut, ebenso folgen noch vergleichsweise kleinere Arbeiten – sowie der Ausbau des Schliemannwegs. In den Arbeiten sind auch Maßnahmen an den drei Brücken inbegriffen, sowie Veränderungen in der Verkehrsführung der Umgebung. Generell sollen die Verkehre über die Knotenpunkte Obere Lichtenplatzer Straße / Wettiner Straße / Müngstener Straße sowie Oberbergische Straße / Müngstener Straße / Böhler Weg laufen – die für die Dauer der Arbeiten anders geführt werden.

PLÄNE FÜR DIE VERKEHRSADER

L419 Der Ausbau Lichtscheider Kreisel ist die Vorbereitung auf den Ausbau der L 419 (Parkstraße Ronsdorf als Verbindung von der Blombacher Brücke zum Burgholztunnel). Der Umbau zu einer Bundesstraße bedeutet den Lückenschluss zwischen A 46 und A 1 mit einer vierspurigen Verbindung zwischen dem Sonnborner Kreuz und einer Anschlussstelle vor der Blombachtalbrücke.

Voraussetzung ist allerdings, dass sich ein Unternehmen findet, das im April mit den Arbeiten beginnen kann. Wenn es kein Angebot gibt und der zweite Bauabschnitt nicht in den Sommerferien stattfinden kann, dann müssen wir die Arbeiten schieben“, sagte Reichl.

Für die Autofahrer dürfte das eine gewisse Umstellung in den jeweiligen Abschnitten mitbringen. Reichl betonte aber, dass die Verkehrsführungen in der Zeit der drei Abschnitte jeweils konstant bleiben sollen. „Sonst werden die Leute irre.“

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