Großbaustelle

Überflieger am Lichtscheid ist bald wieder offen

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Am Lichtscheider Kreisel staut sich der Verkehr. Die Kritik der Ronsdorfer halte sich aber in Grenzen, sagt der Bezirksbürgermeister.

Zweiter Bauabschnitt soll Ende August fertig sein, die gesamte Maßnahme bis Herbst 2021 dauern.

Von Michael Bosse

Wuppertal. Die Arbeiten zum Ausbau des Lichtscheider Kreisels sind offenbar im Plan. Noch in diesem Monat solle der derzeit laufende zweite Bauabschnitt an dem Verkehrsknotenpunkt der L 417/L 418 in Wuppertal beendet werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Ab dem 24. August soll dann der dritte und letzte Bauabschnitt folgen. Bis zum Herbst 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Da derzeit mehrere Baukolonnen im Einsatz sind und unklar ist, wie stark der Winter ausfällt, könnte es auch sein, dass das Bauende um einige Monate nach vorne verlegt werden kann, heißt es in der Wuppertaler Stadtverwaltung. Allerdings sei eine Prognose derzeit schwierig.

Da die Maßnahmen im laufenden Betrieb stattfinden, kam es gerade zu Rushhour-Zeiten zu längeren Staus. Wegen der Teilsperrungen mussten die Verkehrsteilnehmer längere Umwege in Kauf nehmen und in Schleifen um die Baustelle fahren – was wiederum die Verkehrsstockungen in dem Bereich noch verstärkte. Der Verkehr in Richtung Elberfeld wird derzeit über die Oberbergische Straße, die Müngstener Straße und die Obere Lichtenplatzer Straße umgeleitet. Der Kreisel wird damit sozusagen erweitert.

Mit dem Ende des zweiten Bauabschnitts soll nun auch der momentan gesperrte Überflieger von und nach Ronsdorf wieder freigegeben werden. Die Arbeiten konzentrieren sich auf den südlichen Bereich des Kreisels sowie die Fahrbahnen im Kreisel.

Der Ausbau wird nötig, weil dieser Bereich der Südtangente nach Ansicht der Stadt nicht mehr leistungsfähig und zudem stark belastet ist. Überdies soll der Kreisverkehr ausgebaut sein, bevor die Bauarbeiten auf der L 419 in Ronsdorf und der A 46 gestartet werden. Geplant ist, den Straßenbelag im Kreisverkehr 60 Zentimeter tief zu entfernen und zu erneuern. Die Straße soll auf zwei Spuren verbreitert, die Beleuchtung erneuert und die Oberfläche der Brücken saniert werden.

In Ronsdorf hält sich die Kritik an den Baumaßnahmen in Grenzen. Die Verkehrsführung im Kreisel sei sicherlich „anfangs etwas gewöhnungsbedürftig“ gewesen, sagt Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes (SPD). Zwar komme es vor allem nachmittags zu Staus, bislang sei die Kritik an den Baumaßnahmen aber überschaubar.

Kosten

Die Kosten für den Ausbau des Kreisels betragen etwa fünf Millionen Euro; finanziert vom Landesbetrieb Straßen NRW.

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