Tradition

Leichlingens Bürger feiern ausgelassen ihr Stadtfest

Wenn die Musik spielt, ist Leichlingen auf den Beinen – so auch beim Auftritt von „Triple Sec & Friends“.
+
Wenn die Musik spielt, ist Leichlingen auf den Beinen – so auch beim Auftritt von „Triple Sec & Friends“.
  • Andreas Kratz
    VonAndreas Kratz
    schließen

Leichlingen. Die Organisatoren haben die Pause für Veränderungen genutzt.

Von Cristina Segovia-Buendía

Als sich der Abend über Leichlingen legt, strömen Menschen aus allen Himmelsrichtungen in die Innenstadt: Der drohende Regen bleibt zumindest zur Eröffnung des Stadtfestes aus. Die mitgebrachten Regenschirme können zusammengeklappt bleiben, wiewohl sie an den darauffolgenden Tagen noch wertvolle Dienste leisten sollen. Durchgehend ausgepackt an den drei Festtagen wird dagegen die gute Laune. Sie ist überall zwischen Brückerfeld und Postwiese zu spüren.

Mit Cocktail in der Hand genießt Patrick (38) mit seinen Freunden den Abend. „Klar haben wir unser Stadtfest vermisst. Das war schon immer ein guter Anlass, um alte Freunde und Bekannte wiederzusehen. Nach der langen Zeit haben wir uns besonders darauf gefreut“, sagt der Leichlinger freudestrahlend. Zwar hatte er gehofft, eine volle Innenstadt zu erleben, „aber ich muss zugeben, dass mich der Anblick sehr überrascht. Das ist man ja gar nicht mehr gewöhnt, so viele Menschen an einem Ort zu sehen“, sagt Patrick. Tatsächlich müssen sich die Besucher durch die Menschenmassen schieben. Besonders als die angekündigten Kölschrocker von „Miljö“ auf der Postwiesen-Bühne loslegen, ist kein Durchkommen mehr.

Veronika (54), Petra (59) und Sabine (58) haben sich einen guten Platz gesichert und freuen sich über den Auftritt: „Wir haben uns verabredet und wollten unbedingt Miljö sehen“, sagt Veronika. Sonst kamen die Freundinnen eher sonntags zum Stadtfest. „Das war normalerweise immer der stärkere Tag, aber für Berufstätige mit Blick auf Montag natürlich nicht so toll. Ich finde es gut, dass man dieses Jahr auch den Freitag mit dazugenommen hat“, sagt Sabine. Tatsächlich hatten die Veranstalter im Vorfeld einiges verändert.

Die Neuerungen werden von allen begrüßt

„Man muss schon sagen, dass der Verein, der sich um das Stadtfest kümmert, die Pandemie genutzt hat, um das Konzept nochmal zu überdenken und besser zu machen“, lobt etwa Stefan Clemen. „Das Bühnenprogramm auf der Postwiese ist attraktiver gestaltet. Die Stände stehen besser, wodurch der Platz nun viel großzügiger erscheint und mehr Möglichkeiten bietet“, sagt der Leichlinger anerkennend. Auch sein Verein, die Karnevalsgesellschaft der Blütenstädter, hat die Pandemie genutzt, um das eigene Angebot zu überdenken. „Statt Würstchen, Steak und Bratkartoffeln gibt es von uns in diesem Jahr Waffeln, süße und herzhafte.“

Die Jugend hat beim Stadtfest ebenfalls ihre Nische gefunden, tummelt sich auf der Montanus- und der Brückenstraße, wo die Jahrmarktsbuden aufgebaut sind. Auch sie haben Spaß. „Ist ganz cool, dass hier wieder was los ist“, sagt zum Beispiel der 17-jährige Cem zwischen Popcorntüte und Energydrink. Für ihn und seine Kumpels könnte jedes Wochenende Stadtfest sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Zwei Wohnhäuser brennen in Wuppertal - Feuerwehr steckt in zugeparkten Straßen fest
Zwei Wohnhäuser brennen in Wuppertal - Feuerwehr steckt in zugeparkten Straßen fest
Zwei Wohnhäuser brennen in Wuppertal - Feuerwehr steckt in zugeparkten Straßen fest
Verfolgungsjagd endet vor Gericht
Verfolgungsjagd endet vor Gericht
Verfolgungsjagd endet vor Gericht
Ein schöner Tag im Wuppertaler Nordpark
Ein schöner Tag im Wuppertaler Nordpark
Ein schöner Tag im Wuppertaler Nordpark

Kommentare