Futuristisch

LED-Laternen in Burg bleiben umstritten

Mehr Sicherheit für den Kern von Unterburg sowie andere Laternen wünscht sich eine Bürgerinitiative. Die Politik berät dies morgen. Foto: Christian Beier
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Mehr Sicherheit für den Kern von Unterburg sowie andere Laternen wünscht sich eine Bürgerinitiative. Die Politik berät dies morgen.

Bürgerinitiative will den Umbau in Unterburg an einigen Stellen nachbessern.

Von Philipp Müller

Solingen Andere Lampen als die futuristischen LED-Laternen für die Eschbachstraße wünscht sich die „Bürgerinitiative für ein lebenswertes Burg“. 20 Mitglieder zählt die Gruppierung und hat dies auch für die aktuelle Sitzung der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid beantragt. Die Verwaltung verschließt sich dem in einer Beschlussvorlage nicht. Sie wollte aber zunächst die Stimmung bei einer Ortsbesichtigung abwarten.

In Unterburg wurde in den vergangenen zwei Jahren der Hochwasserschutz des Eschbachs und die Eschbachstraße selbst saniert. Auch weitere Teile des kleinen Stadtteils sind davon betroffen. Das alles ist im Zusammenhang mit der laufenden Sanierung von Schloss Burg gedacht. Die Anlage soll als touristisches Ziel erneuert, der Stadtteil selbst aufgewertet werden.

„Wir wollen nicht meckern, sondern alles besser machen.“ 

Barbara Seidel, Unterburgerin

Barbara Seidel, eine der drei Sprecherinnen der Bürgerinitiative, betont, dass ihre Gruppe auch genau das im Blick habe. Es gehe darum, mehr Sicherheit für die Touristen und Bewohner zu schaffen. Sie sagt: „Wir wollen nicht meckern, sondern alles besser machen.“

Daher sei es beispielsweise notwendig, die Lampen auszutauschen. Das sieht auch die Verwaltung so und formuliert in ihrer Beschlussvorlage die Idee, die jetzigen Lampen gegen eine von der Bürgerinitiative vorgeschlagene Laterne auszutauschen. Der Typ „Italo 1“ ist eine Bogenlampe mit nach unten strahlenden Leuchtkörpern. „Italo 1“ kommt aber nur, wenn nach der Ortsbesichtigung und anschließender Beratung in der Verwaltung vor der Sitzung das auch so abgesegnet wird.

Doch die Bürgerinitiative hat sich noch mit mehr Ideen an die Politik gewandt. Tatsächlich sei es so, dass die jetzt wieder komplett geöffnete Eschbachstraße besonders an den Wochenenden zur vielbefahrenen Strecke auch für Motorräder werde. Diese sollten nach Möglichkeit von der Straße verbannt werden.

Doch für ein Verbot für motorisierte Zweiräder sieht der Bezirksbürgermeister keine rechtliche Grundlage. Auch die Verwaltung lehnt das ab. Sie ist auch gegen eine Verlegung der Bushaltestelle mitten auf der Wupperbrücke in die alte Drehscheibe. Zehn Punkte umfasst die Beschlussvorlage insgesamt.

Die Verwaltung ist dabei auch an der Seite der Bürgerinitiative. Sie will prüfen, wie der ÖPNV in Burg besser organisiert werden kann. Einen entsprechenden Antrag hatte auch die CDU-Fraktion in die Bezirksvertretung eingebracht. Kleinere Busse, Pendelverkehr nach Oberburg und bessere Nachtanbindung sind da nur drei der zu diskutierenden Ideen.

Axel Birkenbeul will am Donnerstag auch Neuigkeiten zum Sachstand erklären, was aus dem Beschluss der Bezirksvertretung geworden ist, in Unterburg Tempo 20 einzuführen und ob der rechtlich noch gilt.

Folgen die Bezirksvertreter der Verwaltung, will diese weitere Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Sie wird dann prüfen, wo und wie im Bereich Wupperinsel Querungshilfen gebaut werden können. Schilder „Bei Rot bitte Motor abstellen“ sollen an den Ampeln am Engpass Eschbachstraße angebracht werden. Auf der Straße selbst werde geprüft, ob man mit Pollern die Bürgersteige sichern könne. Notwendig sei das, sagt Seidel, da sie oft überfahren würden.

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