Kultur

Lebenszeichen von sechs Düsseldorfer Bühnen

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Ort des geplanten Events: Der Ehrenhof.

Die gemeinsame Open-Air-Veranstaltung findet am 20. Juni im Ehrenhof statt.

Von Peter Kurz

DÜSSELDORF Die Düsseldorfer Bühnen geben ein Lebenszeichen: Nicht in Konkurrenz zueinander (wer macht am schnellsten was nach Corona?), sondern mit einem gemeinsamen Open-Air-Event wollen sich Schauspielhaus, Oper, Tanzhaus NRW, Kommödchen, Theater an der Kö und FFT schon vor den Sommerferien zurückmelden.

Am Samstag, 20. Juni, soll es eine überdachte Bühne im Ehrenhof geben. Auf dieser zeigt jedes der beteiligten Häuser nacheinander ein Programm von maximal 15 Minuten. Die eineinhalbstündige Veranstaltung soll es an diesem Tag drei Mal (15, 17.30 und 20 Uhr) vor jeweils maximal 200 Zuschauern unter Wahrung der Hygiene- und Abstandsregeln geben.

Die vom Coronavirus und seinen Folgen gebeutelten Kultureinrichtungen hoffen bekanntlich sehnsüchtig auf verbesserte Rahmenbedingungen, um nach den Sommerferien wieder in eine „lustvolle, nachdenkliche Theatersaison“ zu gehen, wie es Wilfried Schulz, Generalintendant des Schauspielhauses formuliert.

„Wir wollen Lust machen auf die Zeit nach den Sommerferien.“
Generalintendant Wilfried Schulz

Anders als in anderen Städten wolle man sich in Düsseldorf aber nicht in einem Überbietungswettbewerb üben, sondern habe sich auf eine gemeinsame Linie geeinigt. Herausgekommen sei ein außergewöhnliches Ereignis, das Zusammengehen so unterschiedlicher Institutionen, die mit ihren Programmen ganz unterschiedliche Geschmäcker ansprechen. „Wenn Corona auch etwas Positives bewirkt, dann gehört dieses Ereignis dazu“, sagt auch René Heinersdorff, Chef des „Theater an der Kö“, der einer der Moderatoren der Veranstaltung sein wird.

Noch stehen zwei behördliche Genehmigungen aus, innerhalb der Stadtverwaltung wird das Projekt aber unterstützt. Kulturdezernent Hans-Georg Lohe freut sich bereits, dass die Theater Präsenz zeigen. Eine solche Art der Kooperation könne vielleicht auch für die Zukunft interessant sein, so Lohe.

Schauspielhaus-Generalintendant Wilfried Schulz hofft, dass das Düsseldorfer Publikum seinerseits auf dieses von der Kultur ausgesandte Lebenszeichen reagiert: „Wir wollen Lust machen auf die Zeit nach den Sommerferien. Und davor eben schon mal die ganze Diversität der Häuser auf einer Bühne zeigen.“

Das Event im Ehrenhof

Tickets: Tickets kosten 15 Euro, Picknicktickets für vier sich nahe stehende Leute auf einer Decke 40 Euro. Online buchbar auf der Seite des Schauspielhauses.

Programm: Deutsche Oper am Rhein (Arie und Duett aus Gioachino Rossini „Il Barbiere di Siviglia“). Schauspielhaus (Best-of-Medley aus Liederabend „I build my time“). Ensemble des Jungen Schauspiels (Lieder aus „Auf Klassenfahrt oder Der letzte Sprung“(15 Uhr) sowie Rap und Spoken-Word-Kunst aus Antigone (17.30 und 20 Uhr). Trio Subotnik („Schnipsel zur jüngsten Zeit“). Kom(m)ödchen-Ensemble (Ausschnitte aus „Quickies“). Tanzhaus NRW (Paul Davis Newgate). Theater an der Kö (Boulevardtheater coronatauglich mit Jochen Busse, Hugo Egon Balder, Dorkas Kiefer).

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