Politik

Land will den Artenschutz stärken

Dr. Jan Boomers (l.) führte NRW-Umweltminister Oliver Krischer durch renaturierte Bereiche der Ohligser Heide.
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Dr. Jan Boomers (l.) führte NRW-Umweltminister Oliver Krischer durch renaturierte Bereiche der Ohligser Heide.
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Biologische Station Mittlere Wupper.

Von Philipp Müller

Solingen. Landesumweltminister Oliver Krischer (Grüne) hatte sich Zeit genommen. Er besuchte die Ohligser Heide bei seiner Sommertour „Wildes NRW“. Er ließ sich von Dr. Jan Boomers, Leiter Biologischen Station Mittlere Wupper, fast zwei Stunden erklären, wie es um die Heide steht.

Die Landesregierung wolle dem Artenverlust in NRW gegensteuern, heißt es aus dem Haus von Krischer. Der Minister „möchte daher mit seiner Sommertour zur biologischen Vielfalt den Fokus auf die Folgen der Biodiversitätskrise werfen, Vorzeigeprojekte des Naturschutzes besuchen.“ Ziel sei ebenfalls, sich vor Ort über den Zustand der Natur und über ambitionierte Artenschutz-Projekte sowie erfolgreiche ökologische Vorhaben von Bürgern informieren zu lassen.

Ansprechpartner in der Ohligser Heide war vor allem Boomers. Seine Biologische Station hat sich den Erhalt der biologischen Vielfalt im Bergischen Städtedreieck auf die Fahnen geschrieben. Die Aufgabenschwerpunkte liegen unter anderem in der Betreuung der Naturschutzgebiete wie der Ohligser Heide. Boomers verwies auf das FFH-Life-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“, das im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde. Dazu fielen Bäume – und die Heidelandschaft beginnt sich wieder auszubreiten.

Krischer machte deutlich, dass er in einer Zeit gekommen ist, in der es neben der Klimakrise auch die der Biodiversität zu bekämpfen gilt. Kurz: Viele Arten sind bereits ausgestorben oder stehen als stark bedrohte auf der Roten Liste.

Thema war auch die Finanzierung: Aus Sicht des Ministers geht es darum, dass die Bewältigung der Klimakrise und deren Begleitfolgen wie das Artensterben als „freiwillige Aufgabe“ angesehen werde. Solche würde in den Haushalten, werde es eng, gerne „hinten rüber kippen“. Er gab sich zuversichtlich, dass Verabredungen dazu aus dem Koalitionsvertrag mit der CDU in Düsseldorf umgesetzt würden.

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