Millionenschaden nach Großbrand am Sonntag

Lagerhalle bei Kukko in Hilden brennt ab

Flammen schlagen aus der Lalle. Die Hildener Feuerwehr erhielt Verstärkung aus umliegenden Städten. Foto: Tobias Dupke
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Flammen schlagen aus der Lalle. Die Hildener Feuerwehr erhielt Verstärkung aus umliegenden Städten.

Bis 2012 produzierte der Eigentümer in Remscheid.

Hilden. Die Rauchwolken waren schon aus der Ferne zu sehen: Als am Sonntag gegen 16.40 Uhr der Notruf bei der Feuerwehr Hilden eingeht, ist schnell klar, dass alle verfügbaren Kräfte nötig sein werden. Später eilen auch die Feuerwehren aus Erkrath, Langenfeld und Haan zur Lagerhalle an der Heinrich-Hertz-Straße. Dort stehen unter anderem Papierballen für mehrere Hunderttausend Euro und zwei Druckmaschinen in Brand.

Mehr als 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz, teilweise unter Atemschutz. Das Gewerbegebiet ist großräumig abgesperrt. Zwei Drehleitern bekämpfen den Brand aus der Luft. Das Dach des Gebäudes ist teilweise eingestürzt. Die Warn-App Nina wurde aktiviert, um vor dem Brand zu warnen. Die Feuerwehr hat die Luft gemessen, bis zum Sonntagabend aber keine Gefahr für die Bevölkerung festgestellt, wie Kremer erklärt. „Wir werden auch Schaum einsetzen müssen, um die Papierballen besser löschen zu können“, erklärte der Feuerwehrchef am Abend. Daher sei auch das Umweltamt eingeschaltet worden. Die Stadtwerke hätten Gas und Strom abgeschaltet, um die Einsatzkräfte zu schützen. Bis tief in den Sonntagabend hinein kämpften die Einsatzkräfte darum, ein Übergreifen der Flammen auf einen dritten Abschnitt der Lagerhalle zu verhindern.

Der Unternehmer, der die rund 3300 Meter große Halle angemietet hat, arbeitete in einem Gebäude neben der Lagerhalle, als ihn die Feuerwehr telefonisch erreicht: „Bei Ihnen in der Firma brennt es“, erklärt ihm der Anrufer. Der Mann kann es erst kaum glauben, sitzt er doch nur wenige Meter weiter in einem Büro. Doch dann schaut er raus und sieht die Rauchsäule – er bringt sich schnell in Sicherheit.

Der Schaden geht in die Millionen, so viel steht jetzt schon fest. Wenn die Feuerwehr mit den Löscharbeiten fertig ist, übergibt sie die Einsatzstelle der Polizei, die dann die Brandursache ermittelt.

Betroffen von dem Feuer ist auch die Firma Kukko: Die niedergebrannte Halle befindet sich auf dem Areal des Unternehmens von Michael Kleinbongartz. Das betroffene Gebäude werde jedoch nicht von Kukko genutzt, sondern sei an Flexoprint vermietet, berichtete Kleinbongartz gestern: „Direkt neben der Halle liegt das Blockheizkraftwerk der Firma Kukko. Aufgrund des übergreifenden Feuers musste die Anlage aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden. Damit sei zwar der Wochenstart für die Belegschaft sehr eisig ausgefallen – weitere Einschränkungen des Geschäftsbetriebes gebe es aber nicht. „Ganz im Gegenteil“, betont Michael Kleinbongartz, CEO von Kukko. „Nachdem der emotionale Schrecken mit der gestrigen Nachricht allmählich erblasst, bin ich dankbar, dass unser Business trotzandauernder Pandemie und der damit verbundenen Hürden für uns mittelständische Unternehmen aktuell sehr gut läuft. Wir sind als Marktführer für Abziehwerkzeuge von unseren weltweiten Partnern geschätzt. Dabei stärkt uns insbesondere unsere Lieferfähigkeit.“ Sein Dank gelte der Hildener Feuerwehr um Feuerwehrchef Hans-Peter Kremer, der „mit seiner gesamten Truppe großartig den Brand unter Kontrolle gebracht hat und damit weiteren Schaden verhindert hat“. -tobi/cis/neu-

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