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Lärm am Petrus-Krankenhaus: Anwohner bitten OB um Hilfe

Antje Wiechert blickt aus ihrer Wohnung direkt auf die Baustelle.Foto:Andreas Fischer
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Antje Wiechert blickt aus ihrer Wohnung direkt auf die Baustelle.Foto:Andreas Fischer

Sanierung von Wuppertaler Klinik sorgt für hohen Geräuschpegel und viel Lkw-Verkehr.

Von Nina Mützelburger

Wuppertal. Seit 2009 gehört das Petrus-Krankenhaus Barmen zum Verbund der Kliniken der Cellitinnen aus Köln. Und seit mehr als zehn Jahren wird das Krankenhaus stetig renoviert und modernisiert. Sehr zum Leidwesen der Anwohner der unteren Leimbacher Straße. „Über Jahre dauerten alleine die Umbauten an der Fassade. Der ewige Lärm zerrt an den Nerven. Wir konnten kein Fenster aufmachen, auch aufgrund des Baustaubs“, sagt Antje Wiechert.

Hinzu kommen weitere Veränderungen, die der Anwohnerin zu schaffen machen. Als da wäre die Parkplatzsituation. Rund 50 Bäume wurden gefällt, um einen großen Parkplatz für Mitarbeiter und Besucher zu schaffen. „Da ist jetzt Platz für circa 200 Autos. Die meisten Besucher des Krankenhauses parken wegen der hohen Kosten jedoch am Straßenrand und nehmen den Anwohnern die Parkplätze fort. Und dafür wurden Bäume gefällt, die eine grüne Lunge hier bildeten“, berichtet Wiechert.

Besonders zu schaffen macht der Anwohnerin aber der Lärm. Wenn es nicht durch die Bauarbeiten laut ist, dann durch die große Zahl an Lkw, die zwischen 6 und 22 Uhr zur Klinik hin und wieder wegfahren würden. „Und als wir dachten, dass der Baulärm endlich ein Ende hätte und die Maßnahmen in unserem Bereich abgeschlossen seien, da fing es wieder von vorne an. Die Fassade zum Parkplatz hin wird wieder abgeschlagen“, sagt sie.

Die Wiecherts haben sich 1998 die Eigentumswohnung vis-à-vis zum Krankenhaus gekauft und waren eigentlich sehr glücklich. Ein Wegzug kommt also nicht infrage. Trotzdem hat sie mehrfach versucht, mit der Krankenhausverwaltung ins Gespräch zu kommen. Leider ohne Reaktion. Erst durch das Einschalten des Büros des Oberbürgermeisters, ihm hatte sie ebenfalls von der Situation am Petrus-Kranenhaus berichtet, gab es nun eine Reaktion. „Zwar nur eine Mail, aber immerhin.“ Darin ist vielleicht ein kleiner Hoffnungsschimmer, zumindest was die Fassadenarbeiten angeht. Denn die sollen voraussichtlich Ende April abgeschlossen sein. „Die Arbeiten sind leider notwendig, da sich – auch aufgrund des extremeren Wetters der letzten Jahre – Steine aus der mehr als 100 Jahre alten Bausubstanz gelöst haben“, heißt es zur Begründung.

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