Fest

Kunstflüge begeistern tausende Besucher

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Sein fliegerisches Können zeigte der Pilot beim Kunstflug mit einer Stampe SV4 aus den 1930er Jahren beim Flugplatzfest der Luftsportgemeinschaft Erbslöh in Langenfeld -Wiescheid.

LANGENFELD Zum 38. Mal lockten besondere Flieger und ein buntes Bodenprogramm zur Luftsportgruppe Erbslöh nach Langenfeld-Wiescheid.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Das Brummen, Dröhnen, Knattern und Sausen am Himmel wies auch Ortsunkundigen leicht den Weg zum Ziel: In Langenfeld-Wiescheid fand das jährliche Flugplatzfest der Luftsportgruppe Erbslöh statt: Eine inzwischen 38 Jahre alte Tradition am ersten September-Wochenende, die einmal mehr Flugzeug-Begeisterte in Scharen anlockte. Schon am Samstagvormittag näherte sich die Besucherzahl der Tausender-Marke. Pressesprecher Jürgen Fischer rechnete mit gut 10 000 Festgästen an beiden Tagen – „wenn das Wetter so optimal bleibt wie es jetzt ist.“

Zu dieser frühen Stunde waren es vornehmlich junge Familien mit kleineren Kindern, die an den geparkten Propeller-Träumen wie historischen und neuen Doppeldeckern oder dem Gyrocopter entlangschlenderten, bis sie am Feld der Modell-Flieger angekommen waren. Während für die echten Maschinen die obligatorische Piloten-Einweisung stattfand, bei der es um Einflugwinkel, Strecke, Tabuzonen fürs Überfliegen und der unbedingten Pflicht ging, sich in Abständen beim Tower zu melden, zeigten die „Knopfdruck-Piloten“ was ihre ferngesteuerten Schätzchen so draufhatten.

Und das war einiges: Rauchwolken hinter sich herziehend schraubte sich etwa eine knallgrüne Maschine in den stahlblauen Spätsommer-Himmel, tanzte dort zunächst senkrecht auf der Stelle und trudelte schließlich scheinbar hilflos Richtung Erde – natürlich, um im richtigen Moment neu durchzustarten und wie triumphierend zu einer neuen Runde aufzubrechen.

FLUGPLATZFEST

PROGRAMM Am Samstagabend fand das stimmungsvolle Ballonglühen statt, bevor die Band Jim Button’s Partystimmung verbreitete. Die für Samstag angekündigte Falkner-Show von Carola Schossow musste auf Sonntag verlegt werden. Hüpfburgen und ein Flugsimulator rundeten das Programm ab.

Derweil machte sich Platz-Moderator Uli Müller am Mikrofon schon mal warm: „Herzlich willkommen, Mike Rottland“, warf er der gerade landenden Extra 300 S entgegen. Der Kunstflieger aus Leverkusen ist seit Jahren beliebter Stammgast beim Wiescheider Flugplatzfest. Neben Vater und Sohn Niebergall, die schon oft mit ihrem Formationsflug bei den Zuschauern punkteten, war er auch diesmal ein Höhepunkt des Festes.

Der dreijährige Moritz wusste spürbar nicht, wohin er als Erstes schauen sollte. Gut versorgt mit einem Bratwurst-Brötchen schaute er sich mit großen Augen um. Hatte gerade noch die dicke, knallrote Antonow erstaunlich sanft auf dem Rasen des sorgfältig abgesperrten Flugfeldes aufgesetzt, so sah man nun am Himmel zwei Pünktchen, die schnell größer wurden und sich als erste der Tandem-Fallschirmspringer entpuppten. Denn auch in diesem Jahr waren die „Sky-Diver“ aus dem Sauerland mit ihrem Angebot vor Ort und ein richtiger Publikums-Renner.

Start-Reihenfolge wird morgens beim Piloten-Briefing festgelegt

Ein echter Job sei es für den Tower, die reibungslose Abfolge der verschiedenen Gewerke zu gewährleisten, erläuterte Jürgen Fischer. „Beim Piloten-Briefing am Anfang des Tages wird die Reihenfolge der Starts festgelegt.“ Dabei gebe es ein paar Sicherheitsregeln unbedingt zu beachten. Beispielsweise dürfe sich kein Flug-Propeller drehen, während die Para-Glider in der Luft seien. „Wir wollen jedes Risiko ausschließen.“

Aber nicht nur die Geschehnisse auf der Start- und Landebahn waren für Moritz spannend. Mindestens genauso interessant war der Stand mit den Styropor-Fliegern und der „Stampf-Rakete“, die er per Fußdruck in die Höhe sausen lassen konnte. Eis, Waffeln, ein großes Büfett selbst gebackener Kuchen, Pizza, Pommes und Bratwurst standen für den Hunger zwischendurch zur Auswahl, und mehrere Getränkestände ließen erst gar keinen Durst aufkommen.

Flugplatzfest lockt Besucher nach Wiescheid

 © Christian Beier
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