Kritik an Verzehrverbot für Kinder

Spielplätze

Wuppertal Obwohl die Stadt Wuppertal das Alter für das Verzehrverbot für Kinder auf Spielplätzen von einem Jahr auf sechs Jahre angehoben hat, zeigen sich Politiker weiter empört. Kritik kommt aktuell aus den Reihen von SPD und CDU. Für Johannes van Bebber, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, „entbehrt diese Regelung einfach jeglicher Lebenswirklichkeit“. Er fragt: „Wollen die Mitglieder des Krisenstabes ernsthaft einer Mutter, die mit ihren beiden Kindern, sagen wir mal vier und acht Jahre alt, auf den Spielplatz geht, erklären, dass das kleinere Kind einen Snack essen darf, aber das größere Kind so lange am Daumen lutschen soll?“ Er bezweifle, dass es genug Mitarbeiter gebe, um die Regel durchzusetzen: „Ein generelles Picknickverbot auf Spielplätzen auszusprechen, hätte es sicher auch getan und dann müssten die Mitarbeiter des KOD nicht auch noch kleine Kinder kontrollieren“.

Statt neuer Regeln sollen Kinder länger spielen dürfen

Sowohl SPD- als auch CDU-Vertreter kritisieren die Verhältnismäßigkeit. Kinder müssten so viel Verzicht in der Pandemie üben. Sabrina Beckmann (SPD Ronsdorf): „Meine Kinder dürfen mitten in der Fußgängerzone die Maske abnehmen um zu essen und zu trinken? Das geht für mich nicht zusammen und entbehrt sich jeder Logik.“ Daher fordern Politiker in Wuppertal, stattdessen die Erweiterung der Spielplatznutzungszeiten von 17.30 Uhr auf 20 Uhr und ein Verzehrverbot nur für Personen ab 18 Jahren. „Kinder sollen und müssen sich an der frischen Luft bewegen, wozu derzeit wegen der zahlreichen Einschränkungen fast nur Spielplätze übrig bleiben.“ Essen sei dort nicht gefährlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Fenster fliegen aus einem Wuppertaler Gebäude
Fenster fliegen aus einem Wuppertaler Gebäude
Fenster fliegen aus einem Wuppertaler Gebäude
Supagolf lockt an den Mirker Bahnhof
Supagolf lockt an den Mirker Bahnhof
Supagolf lockt an den Mirker Bahnhof
Treibgut drückt gegen Brücken
Treibgut drückt gegen Brücken
Treibgut drückt gegen Brücken
Flutopfer stellen Strafanzeige gegen Behörden
Flutopfer stellen Strafanzeige gegen Behörden
Flutopfer stellen Strafanzeige gegen Behörden

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare