Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg

Erneuter Bombenfund in Köln - Evakuierung in Lindenthal läuft

In Köln ist schon wieder ein Blindgänger gefunden worden - dieses Mal in Lindenthal. Die Bombenentschärfung soll am Donnerstag stattfinden.
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In Köln ist schon wieder ein Blindgänger gefunden worden - dieses Mal in Lindenthal. Die Bombenentschärfung soll am Donnerstag stattfinden (Symbolbild).

Nach einem erneuten Bombenfund in Köln hat am Donnerstagmorgen die Evakuierung begonnen. Etwa 6.000 Anwohner und die Uniklinik sind betroffen.

  • Die Evakuierungen für die Entschärfung im Kölner Stadtteil Lindenthal laufen derzeit.
  • Der Blindgänger war am Mittwoch bei Bauarbeiten entdeckt worden - der zweite in dieser Woche in Köln
  • Betroffen sind etwa 6.000 Anwohner und Teile der Uniklinik.

Köln. In Köln hat am Donnerstag die Evakuierung von Wohnungen zur Vorbereitung einer Bombenentschärfung begonnen. Betroffen sind 5800 Anwohner im Stadtteil Lindenthal, wie die Stadt mitteilte. Schulen und Kitas in dem Gebiet wurden geschlossen. Auch Teile der Kölner Uniklinik müssen geräumt werden. Nach Angaben der Klinik sind etwa 500 Patienten und 8000 Mitarbeiter betroffen. Die 500 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwoch bei Bauarbeiten entdeckt worden. dpa

Unser Bericht vom 22.01.2020:

In Köln ist wieder ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden - der zweite innerhalb von einer Woche, dieses Mal in Lindenthal. Für die Bombenentschärfung, die für Donnerstag geplant ist, müssen Teile der Kölner Unikliniken geräumt werden. Zudem dürfen sich im Evakuierungsbereich im Stadtteil Lindenthal rund 5.800 Anwohner voraussichtlich am Donnerstagvormittag nicht in ihren Wohnungen aufhalten, wie die Stadt am Mittwoch berichtete.

Bombenentschärfung in Köln: Vorbereitungen schon am Mittwoch

Erste Krankentransporte im Vorfeld der Entschärfung sollten schon am Mittwochabend stattfinden. Einen konkreten Zeitplan für die Räumung gab es zunächst nicht. Die 500 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwoch bei Bauarbeiten entdeckt worden.

In Köln-Deutz war bereits am Dienstag ein Blindgänger entschärft worden. Die Amerikanische Zehn-Zentner-Bombe war zuvor ebenfalls bei Bauarbeiten entdeckt worden. Für die Räumung mussten rund 10.000 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze verlassen. Auch der Zugverkehr kam durcheinander, weil unter anderem die Hohenzollernbrücke - ein Nadelöhr im Bahnverkehr - gesperrt wurde. Von den Einschränkungen waren auch Pendler aus dem Bergischen Land betroffen. Schiffe mussten stoppen und Flugzeuge zum Airport Köln/Bonn Umwege in Kauf nehmen. dpa/red

Kräfte aus Remscheid waren vor einer Woche bei einem Blindgänger-Einsatz in Dortmund gefragt: Dort waren zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. 22 Remscheider halfen bei Evakuierungen vor der Entschärfung. Bei dieser Evakuierungsaktion - einer der größten in der jüngeren Geschichte von Dortmund - mussten rund 14.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Auch zwei Kliniken waren betroffen. Die Bombenräumung in Dortmund ging dann aber schneller als zunächst gedacht.

Aber Köln war nicht die einzige deutsche Großstadt, die von einem Blindgänger-Fund betroffen war: Am Dienstag wurde auch im Zentrum von Berlin eine Bombe entschärft - mit weitreichenden Auswirkungen.

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