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Kö-Bogen II soll 112 Meter langes LED-Werbeband erhalten

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An der Seite zur Schadowstraße hin soll die Werbewand angebracht werden. 

DÜSSELDORF Zur Schadowstraße hin sollen 16 Stunden täglich bewegte Bilder laufen.

Von Alexander Schulte

Das neue große Geschäftsgebäude an der Schadowstraße, das Kern des sogenannten Ingenhoven-Tals im Großprojekt Kö-Bogen ist, soll eine riesige LED-Werbebande bekommen. In der zweiten Etage des Baus will der Projektentwickler Centrum eine 112,50 Meter lange und fünf Meter hohe elektronische Werbefläche auf die Fensterscheiben legen. Das ist baurechtlich eigentlich nicht möglich, deshalb muss die Politik Freigaben erteilen, das letzte Wort hat der Planungsausschuss am 27. März.

Die Stadtspitze hat keine Bedenken

Vermutlich wird er Grünes Licht geben, das zeichnete sich schon in der Bezirksvertretung 1 ab. Denn da stimmte die große Mehrheit von CDU und SPD für die Befreiungen, nur FDP und Grüne sagten Nein.

Worum geht es? Auf der LED-Fassade mit der Länge eines Fußballplatzes will der Investor 16 Stunden am Tag (werktags von 7-23 Uhr, samstags und sonntags von 8 bis 24 Uhr) bewegte Werbe-Bilder und Filme vermarkten. Jeweils sechs Stunden am Tag sind jedoch kostenlos für die Stadt reserviert, die dann für ihre Kunst- und Kulturangebote dort werben darf.

Die Stadtspitze hat keine Bedenken dagegen. Die Baudenkmäler Schauspielhaus und Dreischeibenhaus würden nicht beeinträchtigt, da die LED-Bande nur zur Schadowstraße hin angebracht werde. Eine unzumutbare Belastung für Anwohner sei auch nicht gegeben, heißt es in der Vorlage von Baudezernentin Cornelia Zuschke.

Die Bezirkspolitiker von CDU und SPD sehen das ähnlich, wollen aber einige Bedingungen in den Verträgen mit dem Kö-Bogen-II-Entwickler verankern. So soll keine „unangemessene“ Werbung auf dem Riesenband laufen, das zudem stets nur mit einem Spot und nicht parzelliert bespielt werden soll.

Außerdem möchte man allzu grelle Farben und rasante Filmschnitte ausschließen: „Auch das Discounter- Sonderangebot für 1,99 Euro ist dort unpassend“, sagt André Simon (CDU). Die FDP hält das alles für naiv. Der Investor lasse sich gewiss nicht solche Vorschriften machen. Tatsächlich sei das LED-Band „ein Monstrum“, sagte Daniela Masberg-Eikelau, „ein Times Square für Arme, der überhaupt nicht dorthin passt“.

Auch Vertreter der Grünen sind skeptisch, finden die Werbefläche überdimensioniert und befürchten eine starke Lichtverschmutzung. Matthias Herz (SPD) nennt das „aufgebauscht“. Die LED-Wand sei eine Chance und könne sich ins Stadtbild einfügen.

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