Erweiterung und Sanierung

Kliniken investieren 100 Millionen Euro

Im September 2019 feierte Helios das Richtfest seines Geburtshauses – hier stoßen Prof. Dr. med. Markus Fleisch, Direktor der Landesfrauenklinik, Kristin Seeland, Geschäftsführerin des Geburtshauses, und Klinikgeschäftsführer Dr. Holger Raphael (v.l.) darauf an. Im April wurde dort das erste Kind geboren. Archivfoto: Andreas Fischer
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Im September 2019 feierte Helios das Richtfest seines Geburtshauses – hier stoßen Prof. Dr. med. Markus Fleisch, Direktor der Landesfrauenklinik, Kristin Seeland, Geschäftsführerin des Geburtshauses, und Klinikgeschäftsführer Dr. Holger Raphael (v.l.) darauf an. Im April wurde dort das erste Kind geboren (Archivfoto).

Zahlreiche Wuppertaler Standorte werden modernisiert. Einige Bauvorhaben verzögern sich wegen Corona.

Von Martin Lindner

Wuppertal. Die Kliniken in Wuppertal nehmen Millionenbeträge in die Hand. So teilt Vanessa Kämper von der Pressestelle des Klinikverbundes St. Antonius und St. Josef mit, dass fürs Petrus-Krankenhaus in Barmen im kommenden Jahr eine Investition von 2,4 Millionen Euro für den Ausbau der dritten und vierten Etage der Norderweiterung des Klinikums geplant ist. „Hier entstehen 28 neue Betten sowie eine Ambulanz und Untersuchungsräume“, erklärt Kämper. Das Gesamtvolumen für den Neubau beläuft sich auf rund 16 Millionen Euro.

An den Standorten Petrus-Krankenhaus in Barmen und Krankenhaus St. Josef in Elberfeld werden jeweils die Küchen saniert, was in der Summe mit rund 1,2 Millionen Euro zu Buche schlägt. „Dem Klinikverbund St. Antonius und St. Josef wurden Fördermittel aus dem Sonderinvestitionsprogramm für Krankenhäuser des Landes NRW in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zugewiesen“, so Kämper. „Diese Mittel werden in die bauliche Infrastruktur an den Standorten Petrus-Krankenhaus und Krankenhaus St. Josef investiert.“

Schon in diesem Jahr haben Klinikverbund und Land viel Geld in die Hand genommen. So konnten im Petrus-Krankenhaus das Erdgeschoss sowie die erste und zweite Etage des neu errichteten Erweiterungsbaus fertiggestellt werden. „Im Erdgeschoss befindet sich eine Dialyse-Station, die noch in diesem Jahr in Betrieb gehen soll“, informiert Kämper. Die Sprecherin ergänzt: „Auf der ersten Etage ist ein moderner Hybrid-OP eingerichtet worden, der von unseren Fachbereichen Kardiologie und Gefäßchirurgie für entsprechende Eingriffe genutzt wird.“ Ein Hybrid-OP ist ein Operationssaal mit bildgebenden Anlagen wie CTG oder MRT.

Zusätzlich seien auf der zweiten Etage 30 neue Betten vorrangig für onkologische Patienten entstanden. „Hier steht noch die Freigabe durch die Stadt aus“, sagt Kämper. Am Krankenhaus St. Josef wurde der Erweiterungsbau mit der Einrichtung des Funktionstraktes Gastroenterologie abgeschlossen.

Durch die Coronakrise haben sich einige Bauvorhaben verzögert. „So war bereits für dieses Jahr die Fertigstellung der dritten Etage geplant gewesen, die sich nun auf nächstes Frühjahr verschiebt“, erläutert Pressesprecherin Kämper.

Wuppertal: Helios investiert an drei Standorten

Ebenso verbaut das Helios Universitätsklinikum Wuppertal hohe Millionenbeträge an seinen drei Standorten in Barmen, Elberfeld und Ronsdorf. „Am Standort Barmen werden aktuell umfangreiche Neubaumaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von mehr als 110 Millionen Euro umgesetzt“, berichtet Janine von Heyking, Leiterin der Unternehmenskommunikation des Klinikums. Überdies sei sie glücklich darüber, dass nach dreizehnmonatiger Bauzeit im April dieses Jahres im neuen Geburtshaus das erste Kind geboren wurde. In das Geburtshaus hatte Helios zusätzlich 900 000 Euro investiert. Sie fügt hinzu: „In unseren Fachabteilungen können wir nahezu das gesamte medizinische Leistungsspektrum anbieten.“ Zu coronabedingten Bauverzögerungen machte sie keine Angaben.

Das Agaplesion Bethesda Krankenhaus will sich zu künftigen Investitionen noch nicht äußern, da die wirtschaftlichen Planungen nicht final abgeschlossen sind. Dennoch sei man stolz auf die Investitionsleistungen der letzteren Zeit. „Das Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal hat in den vergangenen Jahren insgesamt mehr als 48 Millionen Euro investiert“, hebt Maren Esser von der Unternehmenskommunikation hervor.

So wurde das räumlich an das Krankenhaus angegliederte Facharztzentrum mit dem Bau einer Anlage für Hochpräzisions-Linearbeschleuniger, die Tumore bestrahlen, weiter ausgebaut. „Wir konnten das gesamte Erdgeschoss mit den so wichtigen Bereichen des Computertomographen sowie des OPs umstrukturieren und optimieren sowie für werdende Mütter neue Kreißsäle mit Wohlfühlambiente schaffen“, berichtet Esser.

Auch der Ausbau und die Weiterentwicklung der Fachabteilungen standen im Fokus. Darüber hinaus wurde im gesamten Krankenhaus eine hochmoderne, flächendeckende Brandmeldeanlage, die auch Nebenräume mit einschließt, installiert.

Krankenhäuser

In den drei Krankenhäusern des Klinikverbundes St. Antonius und St. Josef arbeiten 1200 Mitarbeiter, die Anzahl der Betten liegt aktuell bei 522.

Das Helios-Universitätsklinikum hält als größtes Krankenhaus im Bergischen Land rund 1000 Betten für seine Patienten bereit; an den drei Standorten in Barmen, Elberfeld und Ronsdorf sind 2500 Mitarbeiter tätig.

Das Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal verfügt über 358 Betten, 800 Mitarbeitern sind dort angestellt. Zusammen behandeln alle Wuppertaler Häuser mehr als 250 000 Menschen pro Jahr.

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