Woche der Abfallvermeidung

Kleidung aus zweiter Hand ist ein Zeichen für Nachhaltigkeit

Anna Elbers, Caroline Pilling, Silke Rakel und Martina Schirp-Milz klären in der Stadtbibliothek über Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeit bei Textilien auf.
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Anna Elbers, Caroline Pilling, Silke Rakel und Martina Schirp-Milz klären in der Stadtbibliothek über Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeit bei Textilien auf.

Europäische Woche der Abfallvermeidung läuft in Wuppertal noch bis zum 26. November.

Von Elisa Krooß

Wuppertal. Der Winter steht vor der Tür und die Sommersachen landen auf dem Dachboden oder in der hintersten Ecke des Kleiderschranks. Viele nutzen die Gelegenheit und sortieren alte oder kaum getragene Kleidung aus. Aber gibt es nicht etwas Besseres als alles wegzuwerfen? Die Stadt Wuppertal, genauer gesagt das Ressort Umweltschutz, greift dieses Problem auf und nimmt an der Europäischen Woche der Abfallvermeidung vom 19. bis zum 26. November teil. Im Fokus stehen in diesem Jahr Textilien und welche Möglichkeiten der Wiederverwertung es gibt. Hierfür kooperiert das Projekt mit der Stadtbibliothek in Elberfeld, die unter anderem ihre Räume zur Verfügung stellt.

„Jährlich werden rund 10 Kilogramm Kleidung pro Person entsorgt“, erklärt Silke Rakel, Mitarbeiterin des Ressorts Umweltschutz. „Mittlerweile existieren zumindest einige Plattformen, wie beispielsweise Ebay oder Vinted, bei denen gebrauchte Kleidung verkauft werden kann. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass Second-Hand-Mode selbstverständlich sein sollte und ein Zeichen für Nachhaltigkeit ist.“

Unter dem Motto „Wiederverwenden statt verschwenden“ bietet die Stadt in der Aktionswoche Kleidertauschbörsen mit Stilberatung durch Designerin Martina Schirp-Milz, Stadtführungen zum Thema Textilien, Spieleabende und einen Pop-up-Store mit Kleidung aus zweiter Hand an. Alle Termine können auf der Internetseite eingesehen werden:

wuppertal.de

Zeitgleich und passend zum Thema stellt das Inkota-Netzwerk Teile seiner Kampagne „Change your shoes“ (wechsel deine Schuhe) in der Stadtbibliothek Elberfeld aus. „Viele sind sich der schlechten Arbeitsbedingungen und der umweltschädigenden Produktion von Kleidung bewusst, vergessen jedoch, dass für Schuhe das Gleiche gilt“, sagt Caroline Pilling, Umweltberaterin bei der Verbraucherzentrale.

Der Deutsche kauft jährlich durchschnittlich 4,4 Paar Schuhe

Der Deutsche kauft durchschnittlich 4,4 Paar Schuhe im Jahr. Was kann der Verbraucher tun, um Schuhe möglichst nachhaltig zu kaufen und zu pflegen? „Grundsätzlich gibt es auch bei Schuhen viele verschiedene Siegel, zum Beispiel den blauen Engel, die auf umweltfreundliche Produktion und Nachhaltigkeit hinweisen. Es ist sinnvoll, in Echtlederschuhe zu investieren, da diese nachweislich am langlebigsten sind. Hierbei ist es wichtig, kein Imprägnierspray zu verwenden, da es viele Chemikalien beinhaltet. Besser wäre es, die Schuhe mit geeignetem Lederfett zu bearbeiten“, erklärt Pilling.

„Ich kann gut verstehen, dass Lederschuhe besonders für vegan lebende Menschen ein Problem darstellen. Dennoch bin ich der Meinung, dass ein Paar Lederschuhe, das mit der richtigen Pflege und kleinen Reparaturen bis zu zehn Jahre halten kann, nachhaltiger ist als ein Paar Kunstlederschuhe, die kürzer durchhalten“, fügt die Umweltberaterin hinzu. Noch bis zum 26. November können Interessierte die Stadtbibliothek besuchen und sich über Nachhaltigkeit bei Textilien informieren.

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