Verwertung

Neue Verbrennung für Klärschlamm geplant

Im Bereich Kohlfurth konnte die Wupper erfolgreich renaturiert werden. Foto: Wupperverband
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Im Bereich Kohlfurth konnte die Wupper erfolgreich renaturiert werden. 

WUPPERTAL Wupperverband gibt auf der Hauptversammlung Rück- und Ausblick auf aktuelle Projekte.

Bei der Versammlung des Wupperverbandes in Wuppertal standen neben dem Rückblick auf das Jahr 2019 wichtige Beschlüsse für das kommende Jahr auf der Tagesordnung. „Mit der Gründung der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH und der gemeinsamen Laborgesellschaft haben wir in diesem Jahr zwei bedeutende Kooperationen geschlossen“, lautete das Fazit von Claudia Fischer, Verbandsratsvorsitzende, und Georg Wulf, Vorstand. „Damit setzen wir unseren Weg, Kompetenzen zu bündeln, konsequent fort.“

Im Juli 2019 hatten die Entwässerungsbetriebe der Städte Düsseldorf und Münster sowie der Aggerverband, der Bergisch-Rheinische Wasserverband und der Wupperverband den Gesellschaftsvertrag für die Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH unterzeichnet. Die fünf Partner wollen künftig ihre Klärschlämme gemeinsam in einer neuen Mono-Klärschlammverbrennungsanlage (SVA) am Wuppertaler Standort Buchenhofen entsorgen. Diese soll die dort bereits vorhandene SVA des Wupperverbandes aus dem Jahr 1977 ersetzen. Ende 2020 soll für die neue SVA die Entwurfsplanung einschließlich Wirtschaftlichkeitsprüfung vorliegen. Nach diesem ersten Meilenstein kann die GmbH dann das weitere Vorgehen beschließen.

Zum 1. Juli 2019 haben der Wupperverband und die WSW Energie & Wasser AG das Bergische Wasser- und Umweltlabor (bwl) zu gleichen Anteilen übernommen. Das Leistungsspektrum der neuen Bergischen Wasser- und Umweltlabor GmbH bleibt auch im neuen Umfeld vollständig erhalten. Das Labor des Wupperverbandes und das bwl sollen nun noch stärker kooperieren. Um die Kompetenzen optimal zu bündeln, soll am Labor-Standort Buchenhofen ein neues Gebäude für Labor-Beschäftigte von Verband und bwl entstehen.

Ziel des Wupperverbands ist es darüber hinaus, die Abwasseranlagen – elf Kläranlagen, die Schlammverbrennungsanlage, Becken und Sammler – kontinuierlich zu optimieren.

„Zurück zu mehr Natur“ heißt das Motto bei den Gewässerprojekten, die 2019 abgeschlossen wurden. Zwischen Wuppertal und Radevormwald hat der Verband das Flussbett der Wupper auf der linken Uferseite mit Steinen und Baumstämmen aufgelockert. Bei der Renaturierung im Bereich Kohlfurth wurde die Wupper auf einer Seite aufgeweitet und mit Steinen und Inseln naturnah gestaltet. So entstanden ein zusätzlicher Rückhalteraum für den Hochwasserschutz und eine abwechslungsreichere Struktur.

In seinem größten Hochwasserschutzprojekt am Eschbach in Solingen-Unterburg hat der Wupperverband im Sommer 2019 den letzten Bauabschnitt begonnen. Von der Brücke Mühlendamm wird flussaufwärts auf einer Länge von 300 Metern gearbeitet. Der Eschbach wird vertieft, die Ufermauer auf der östlichen Seite wird neu errichtet und auf der Westseite neu verkleidet. Fünf kleinere Brücken werden neu gebaut. Läuft alles nach Plan, kann das Projekt im Frühjahr 2020 abgeschlossen werden.

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