Herzliche Worte zum Abschied

Kinder- und Jugendhospiz Burgholz: Botschafterinnen hören auf

Christel Jüdt (l.) und Ruth Heinisch (2. v. r.) freuten sich über bemalte Baumscheiben als Abschiedsgeschenk. Herzlichen Dank für ihre Arbeit gab es von Kerstin Wülfing, Geschäftsführung der Kinderhospiz-Stiftung und Vorstandsmitglied Dr. Christoph Humburg.
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Christel Jüdt (l.) und Ruth Heinisch (2. v. r.) freuten sich über bemalte Baumscheiben als Abschiedsgeschenk. Herzlichen Dank für ihre Arbeit gab es von Kerstin Wülfing, Geschäftsführung der Kinderhospiz-Stiftung und Vorstandsmitglied Dr. Christoph Humburg.

Solingen/Wuppertal. Mit dem Schlusspunkt, den Ruth Heinisch und Christel Jüdt nun offiziell hinter ihr Wirken gesetzt haben, geht eine Ära für das Bergische Kinder- und Jugendhospiz Burgholz zu Ende.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Als unermüdliche Botschafterinnen für das 2014 eröffnete Haus haben sie dafür gesorgt, dass die Spendenbereitschaft für diese Einrichtung nicht nachlässt. Maßgeblich haben sie sich auch dafür eingesetzt, dass sich Menschen mit dem Thema „Sterben, Tod und Trauer“ beschäftigen. Es werde vielfach verdängt und noch vor zehn Jahren ein absolutes Tabuthema gewesen, sagte Caritas-Chef Dr. Christoph Humburg – er gehört auch dem Vorstand der Kinderhospiz-Stiftung an – in seinen Dankesworten an die beiden scheidenden Ehrenamtlerinnen. „Euch ist zu verdanken, dass sich das spürbar geändert hat“.

Heinisch, vor ihrem Engagement für das Kinderhospiz, langjährige Vorsitzende des Palliativen Hospizes Solingen (PHoS) konnte ihre Erfahrung auf diesem Gebiet sinnvoll und erfolgreich in ihre Aufgaben als Botschafterin einbringen. Jüdt setzte ihren Schwerpunkt aufbauend auf ihre berufliche Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit tätig. Unter anderem viel in Grundschulen unterwegs, die etwa Sponsorenläufe zugunsten von Burgholz organisiert hatten, kam sie nah und intensiv mit den Kindern ins Gespräch und konnte ganz plastisch mit den Schülern erarbeiten, was sterbenskranke Kinder im Hospizalltag brauchen: „Kinder gehen sehr pragmatisch an solche Themen heran. Da kamen zum Beispiel mal konkrete Vorschläge zur Spielplatzgestaltung, so dass auch Kinder im Rollstuhl eine Schaukel benutzen können“, berichtet sie.

Die Bedeutung der ehrenamtlichen Botschafter werde deutlich, wenn man sich klar mache, dass die Stiftung den Bau des Kinder- und Jugendhospizes vollständig aus Spendenmitteln finanzieren musste und auch ein großer Teil der täglichen Arbeit über Spendengeld hereinkommen müsse. Von daher könne man das „unglaubliche Nonstop-Engagement der nun zum Jahresende scheidenden Ehrenamtlerinnen gar nicht hoch genug einschätzen“, sagte Humburg.

Dass es Nachfolger für Ruth Heinisch und Christel Jüdt geben wird, sei klar, sagte Dr. Humburg. Nähere Informationen dazu habe er aber noch nicht.

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