Bürgerverein

Kein großes Fest auf dem Bandwirkerplatz

2019 war noch nettes Beisammensitzen auf dem Weinfest in Ronsdorf möglich. Archivfotos: Stefan Fries
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2019 war noch nettes Beisammensitzen auf dem Weinfest in Ronsdorf möglich.

Veranstaltungen wie der Picobello-Tag und die Literaturtage sind aber angedacht

Von Daniel Neukirchen

Wuppertal. Auch wenn steigende Impf- und sinkende Inzidenzzahlen hoffnungsvoll für die Zukunft machen – die Organisatoren der Ronsdorfer Feste haben sich geeinigt: 2021 wird es kein großes Stadtfest auf dem Bandwirkerplatz geben. Christel Auer, Vorsitzende des Ronsdorfer Heimat- und Bürgervereins, sagt: „Wir haben eine Verantwortung unseren Mitmenschen gegenüber.“ Eine Feierlichkeit mit Hygienekonzept sei auf dem Bandwirkerplatz, der nach allen Seiten offen ist, nicht möglich.

Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes.

Auch Ronsdorfs Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes bestätigt nach einem Gespräch mit den Vereinen: „Wir waren uns alle einig. Man kann für dieses Jahr nichts planen.“ Selbst wenn bald mehr möglich sein sollte: Ein großes Stadtfest müsse mit Vorlauf geplant werden. Und nun sei keine verlässliche Planung möglich. Auer sagt: „Wir müssen uns in Geduld üben.“

Ursprünglich waren sechs Feste geplant

Ursprünglich sollte 2021 viel los sein in Ronsdorf: Sechs Feste meldeten die Vereine im August über die Bezirksvertretung Ronsdorf an. Schließlich hoffte man auf ein schnelles Ende der Pandemie und plante unter anderem mit einem nachgeholten Fest zum 275-jährigem Stadtjubiläum zusammen mit dem turnusgemäßen Liefersack plus Bürgerfest, Kinderfest, Weinfest, Osteraktion- und Weihnachtsmarkt. Angesichts der dritten Corona-Welle einigten sich die Vereine darauf, nur mit einem gemeinsamen Fest in 2021 zu planen – und auch das wird jetzt nicht stattfinden können. Also alles in 2022 nachholen? „Soweit haben wir noch nicht geplant“, sagt Scheuermann-Giskes. Er sei sich aber unsicher, ob das Stadtjubiläum zwei Jahre nach dem eigentlichen Datum überhaupt noch nachgefeiert wird.

„Wir waren uns alle einig. Man kann für dieses Jahr nichts planen.“

Harald Scheuermann-Giskes Bezirksbürgermeister von Wuppertal-Ronsdorf

Für die Vereine sind die ausgefallenen Feste mit Einnahmeverlusten verbunden. Beispiel: Weinfest. Das ist bekanntermaßen überhaupt nur ins Leben gerufen worden, um den Förderverein des Bandwirkerbades finanziell zu unterstützen. Doch das Schwimmbad komme auch in diesem Jahr noch so über die Runden, versichert Christel Auer. Sie berichtet: „Der Vorstand hat es in Kleinarbeit geschafft, durch Spenden und Aktionen Geld reinzuholen.“ In der Corona-Pause wurden unter anderem die Toilettenanlagen saniert.

Verein arbeitet an kleineren Veranstaltungen

Auch wenn 2021 noch immer nicht das Jahr der großen Feste im Stadtteil sein wird, der Heimat- und Bürgerverein tüftelt bereits an Veranstaltungen, die in kleinerem Rahmen möglich sein könnten. „Das fängt mit dem Picobello-Tag an“, sagt Auer. Die Reinigungsaktion ist für den 26. Juni angedacht. Geplant ist, dass die Aktion mit kleinen Gruppen durchgeführt wird. Wie man mit der Abschlussveranstaltung umgeht, bei der in der Vergangenheit bis zu 400 Personen bei einer Erbsensuppe die getane Arbeit Revue passieren ließen, sei noch offen.

Im Oktober könnten, wenn es nach Auer geht, vielleicht schon wieder die Literaturtage in Ronsdorf stattfinden. Wie solche kleinen Veranstaltungen gegebenenfalls mit Testpflicht oder Impfnachweis realisiert werden könnten, werde gerade überlegt. Ob es in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt im Viertel geben wird, da ist Bezirksbürgermeister Scheuermann-Giskes noch skeptisch. Schließlich ergebe sich auf dem Bandwirkerplatz auch dann noch das Problem, dass es keine Möglichkeit der Einlasskontrolle gibt. Einen Zaun würde der SPD-Politiker ungern rund um dem Festplatz sehen. Doch er sagt: „Wer weiß aber, was im Dezember schon wieder möglich ist.“

Bürgerverein

Obwohl der Heimat- und Bürgerverein Ronsdorf seine Aktivitäten in der Corona-Zeit zurückfahren musste, sind die Mitglieder dem Verein nach Aussage von Christel Auer treu geblieben. „Es gab wegen der Pandemie keine Austritte“, sagt die Vorsitzende des Bürgervereins Ronsdorf.

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