Reinigungsteam

Sie kämpfen gegen Dreck am Döppersberg

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Ein Teil des ESW-Teams: Ina Rudowski, Friedhelm Nick, Yvonne Dicke, Angelina Okunek und Selvi Avan (v.l.). 

WUPPERTAL Ein zehnköpfiges Team ist in Wuppertal auf einer Fläche von 16 000 Quadratmetern im Einsatz.

Von Andreas Boller

Wuppertal. Mit der Eröffnung des Busbahnhofs im vergangenen November ist der Zulauf am Döppersberg noch einmal erheblich angewachsen. Zehntausende Menschen sind zwischen der Schwebebahnstation und dem Köbo-Haus und Bahnhofs-Mall täglich unterwegs und hinterlassen Spuren auf Wuppertals neuem Vorzeigeplatz. Fast täglich kämpft das Reinigungsteam des Eigenbetriebs Straßenreinigung der Stadt Wuppertal gegen Kaugummireste, Kaffeebecher und Schmierereien an - bisher mit Erfolg.

Ein gutes Zwischenzeugnis stellen Carsten Melech und Einsatzleiter Oliver Wichelhaus von der Straßenreinigung den Wuppertalern und ihren Gästen aus. „Sie gehen bisher sehr pfleglich mit dem neuen Döppersberg um, und das liegt sicherlich auch daran, dass dies alles hier sehr schön geworden ist“, sagt Carsten Melech.

Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel und so ist der ESW morgens bereits ab 6 Uhr am Döppersberg im Einsatz, um die 6000 Quadratmeter große Fläche in Schuss zu halten. Das Aufgabengebiet reicht bis zu den Busbahnsteigen im neuen Schwebebahnhof. Insgesamt ist es eine Fläche von 16 000 Quadratmetern. Der ESW setzt ein zehnköpfiges Team und modernes Gerät ein. Zum Team gehören vier Frauen aus der Jobcenter-Maßnahme Prima!, eimen Projekt zur Arbeitsmarktintegration von Frauen in Wuppertal. Sieben Frauen hatten das Projekt begonnen, vier sind dabei geblieben. Eine Quote, auf die man bei der ESW stolz ist.

Es gibt ein bekanntes Problem, das zum Himmel stinkt

Dass viele Menschen, viele Spuren hinterlassen, ist kein Wunder. Manche stinken allerdings zum Himmel. Von dem Geruchsproblem rund um die Schwebebahnstation berichteten der WZ eine Reihe von Lesern - und das besonders an den wärmeren Tagen. „Das Problem ist uns bekannt“, sagt Oliver Wichelhaus. Daher kommt schon am frühen Morgen an der Schwebebahnstation der Hochdruckreiniger zum Einsatz, um das Pflaster zu reinigen. Außerdem werden Duftstoffe eingesetzt, um die Belästigung für die Passanten in Grenzen zu halten. Ähnliche Probleme gibt es übrigens auch in der Fußgängerzone - auch diese Orte sind der ESW bekannt.

Der kleine Fuhrpark des Döppersbergteams ist im Parkhaus unter dem Busbahnhof eingelagert. Das hat einen großen Vorteil, denn alle eingesetzten Fahrzeuge und Geräte werden elektrisch be- und angetrieben. „Bei einem Batteriebetrieb wäre eine lange An- und Abfahrt mit der Kehrmaschine sicher nicht sinnvoll“, sagt Carsten Melech. Zum Einsatz kommt auch ein Stadtstaubsauger, der durch einen 3,60 Meter langen Kohlefaserschlauch alle Arten von Abfällen ansaugen kann. Ein hartnäckiges Problem sind in der gesamten Fußgängerzone ausgespuckte Kaugummis, die nur in Handarbeit vom Pflaster gekratzt werden können. Bisher halten sich die hässlichen schwarzen Flecken in Grenzen, aber das auch nur, weil das Problem immer wieder angegangen wird.

Von Graffiti ist der neue Döppersberg bisher weitestgehend verschont geblieben, was auch an der Auswahl der verwendeten Materialien liegen dürfte. In einigen Fällen wurde der Schaden schnell beseitigt – unter Einsatz eines batteriebetriebenen Lasten-E-Bikes, mit dem die entsprechenden Materialien zur Entfernung der Farbe transportiert werden können.

Rund 50 Abfalleimer im Bereich Döppersberg und Busbahnhof müssen ständig geleert werden. Und so ein Mülleimer ist schnell voll und gar überfüllt, wenn jemand versucht, darin eine Pizzaschachtel unterzubringen. Den Mitarbeitern der ESW ist bewusst, dass sich der Müll gerade in Ecken sammelt, wo es bereits schmutzig aussieht. Und das soll am Döppersberg gar nicht erst nicht geschehen.

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