Workcamp

Jugendliche säubern die Trasse

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Kilometersteine an der Balkantrasse werden gesäubert und gestrichen von Jugendlichen verschiedener Nationalitäten. 

BURSCHEID Teilnehmer eines internationalen Workcamps setzen sich für die Gemeinschaft ein.

Von Selina Dietl

Mit zwölf Jahren war Olga Shman zum ersten Mal in Deutschland und konnte damals erste Sprachkenntnisse gewinnen. „Für mich steht aber die freiwillige Arbeit im Vordergrund des Projekts, die für mich wie ein Hobby ist“, erzählt die 20-Jährige. Schon lange wollte sie noch einmal nach Deutschland reisen, um mehr von der Kultur zu erleben und diesen Wunsch mit einem Ehrenamt zu verbinden. Vor zwei Wochen war es so weit: Die Weißrussin nimmt mit zwölf weiteren Jugendlichen aus aller Welt an einem Workcamp des Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensts (IJGD) in Burscheid teil.

Bei den Projekten setzten sich die Teilnehmer für die Gemeinschaft ein, leisten gemeinnützige Arbeit und knüpfen innerhalb ihrer Gruppe, aber auch zu den Burscheidern Kontakte. Das Sommercamp findet zum achten Mal statt und wird von Johnson Controls finanziert. In der ersten Woche des dreiwöchigen Camps haben die jungen Menschen, die aus acht verschiedenen Ländern kommen, mit den Bewohnern des Evangelischen Altenzentrums auf der Schützeneich ein Gemeinschaftsfest organisiert. Seit Montag beschäftigen sich die Jugendlichen mit der Sanierung der alten Kilometersteine entlang der Radtrasse von Kotten bis zur Stadtgrenze bei Nagelsbaum. Dabei werden diese abgebürstet, gereinigt und angestrichen. „Wir haben schon viel geschafft und heute teilen wir uns auf, um die Steine auf den insgesamt sechs Kilometern weiter zu bearbeiten“, berichtet Shman. Sie leitet das Camp der IJGD mit der 21-jährigen Theresa Mai.

Olga Shman wohnt in Minsk und studiert dort internationale Wirtschaftswissenschaften. Nachdem sie bereits in ihrer Heimat einige Erfahrungen im sozialen Bereich sammeln konnte freue sie sich darüber, dass sie ihr Hobby international mit dem Studium verbinden kann. Wie die meisten Teilnehmer lernte sie in der Schule Englisch, so dass Sprachbarrieren kaum bestehen.

Die jungen Männer und Frauen stammen unter anderem aus den Vereinigten Staaten, Mexiko, Armenien, Spanien, Serbien oder Russland. „Wir haben viel Spaß und eine schöne Zeit zusammen in Burscheid“, erklärt Shman, die auch die persönlichen Erfahrungen schätzt, die sie innerhalb der Jugendgruppe sammelt. „Wir reden viel über Politik und die Kulturen, durch die wir uns unterscheiden.“

Die jugendlichen Helfer sollen auch die bergische Kultur kennenlernen. „Da wir jeden Morgen um neun Uhr anfangen, sind wir am Ende des Tages von der Arbeit auf der Radtrasse müde und freuen uns deshalb an den Wochenenden auf unsere Freizeit.“ So war die Gruppe unter anderem im Vitalbad und auf Städtetouren in Köln, Düsseldorf und Leverkusen. Unterstützt werden die jugendlichen Helfer bei dem Projekt, das unter der Betreuung von Friedhelm Sarling stattfindet, von Kindern.

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