Bändchen oder Stempel kommen

Jetzt doch: 2G-Einlass im Solinger Handel wird vereinfacht

Die Bergische Universität arbeitet mit Bändchen. Symbolfoto: afi
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Auch die Bergische Universität arbeitet mit Bändchen.

Bändchen oder Stempel sollen die 2G-Kontrollen in den Geschäften vereinfachen. Sie werden in den nächsten Tagen eingeführt.

Die aktuelle Coronaschutzverordnung stellt viele Einzelhändler vor eine große Herausforderung: Wer nicht zu den Geschäften des täglichen Bedarfs (z.B. Lebensmittel, Drogerien, Buchhandel) zählt, darf nur noch Geimpfte und Genesene einlassen. Zur Vereinfachung hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, dass Kundinnen und Kunden sich durch „fälschungssichere und tagesaktuelle Prüfnachweise“ legitimieren können, die den ganzen Tag gelten, z.B. durch ein reißfestes Kontrollbändchen am Arm oder auch geeignete Stempel. Die Prüfung der Impfzertifikate in jedem Geschäft würde sich dann erübrigen.

Vorbildlich hat den Gedanken bereits der Hildener Einzelhandel in Zusammenarbeit mit dem dortigen Stadtmarketing umgesetzt: Dort verteilen die größeren Einzelhandelsgeschäfte die Bändchen oder den Stempelaufdruck, um die kleineren Läden und Gastronomen bei der Kontrolle zu entlasten.

Im größeren und dezentraleren Solingen hat die Diskussion über den richtigen Weg ein paar Tage länger gedauert, doch jetzt zeichnet sich ab, dass das Hildener Modell auch für Solingen kommt: So hat der Solinger Rechtsdezernent Jan Welzel am Freitagmorgen den Antrag und das Konzept des Werbe- und Interessenringes Solinger Innenstadt (W.I.R.) zu Bändchen-Ausgabe oder Stempelverfahren genehmigt: Die Innenstadt-Geschäfte Intersport Borgmann, Mode Partner, Expert Schultes und Saturn machen den Anfang. Die Aktion startet in Kürze, sobald Stempel und Bändchen verfügbar sind.

So ist die Umsetzung geplant: Es gibt Kontrollbändchen in sechs verschiedenen Farben, die nacheinander zum Einsatz kommen. Jeder Wochentag bekommt eine andere, vorher definierte und kommunizierte Farbe. Die Bändchen erhalten einen Aufdruck zur Legitimation. Die von Festivals und ähnlichen Großveranstaltungen bekannten bunten Bändchen werden ums Handgelenk gelegt, mit einem Klebeverschluss befestigt und sind reißfest. Alternativ können Kundinnen und Kunden sich auch einen Text in die Handinnenfläche stempeln lassen. Auf die Ausgabestellen der teilnehmenden Geschäfte wird hingewiesen werden, diese werden sichtbar sein.

Die Bändchen und Stempel werden im ganzen Stadtgebiet und den Stadtteilen akzeptiert, für den stellvertretenden Vorsitzenden der W.I.R Michael Borgmann „ein schönes Beispiel einer solidarischen und gemeinschaftlichen Zusammenarbeit“. Vorbehaltlich möglicher stichprobenhalber Kontrollen reicht also künftig am Eingang das Vorzeigen des Bändchens oder Stempels.

Die Ausgabestellen für Bändchen, bzw. die Namen der teilnehmenden Einzelhändler werden über die Webseiten der W.I.R, des Initiativkreises Solingen, auf solingen.de und auf den entsprechenden Social Media–Kanälen bekannt gemacht.

Joachim Radtke, Verantwortlicher für das Stadtmarketing: „Um den Solinger Einzelhandel in der Corona-Situation zu entlasten, übernimmt das Stadtmarketing Solingen die Kosten für Bändchen und Stempel bis zum Ende des Jahres und wird die Händler auch weiter unterstützen.“ Über die Frage, wie eine Vereinfachung der 2G-Kontrollen für Solingen aussehen könnte, waren Stadtmarketing und Initiativkreis Solingen bereits seit Anfang der Woche in Gesprächen mit Ordnungsamt und Einzelhandel. red

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