Insulaner retten Urmel vor der Königin

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Das Tic zeigt das Familienstück „Urmel aus dem Eis“. Foto: Andreas Fischer

Bis zum Jahresende zeigt das Tic in Cronenberg das Familienstück fast täglich.

Von Tanja Heil

Wuppertal. „Öch bön nich froh“, singt der Seelefant von links hinten und alle recken die Köpfe. Zu sehen ist der Seelefant im Wuppertaler TiC-Theater allerdings nicht, er kommt nur aus dem Lautsprecher. Doch alle anderen Tiere aus Max Kruses beliebten Kinderbuch „Urmel aus dem Eis“ werden von den Tic-Schauspielern wunderbar dargestellt. Bis zum Jahresende ist das Familienstück fast täglich zu sehen. Die Wochenendvorstellungen sind praktisch komplett ausverkauft, während der Woche gibt es noch Karten.

Stefan Hüfner hat aus dem Kinderbuch eine ansprechende Theaterfassung geschaffen. Entsprechend seinem Ensemble wird Tim zu Tina und der König zur Königin Pumponella von Pumpolonien. Mit einigen Songs – darunter das Urmel-Lied und „Heia Safari“ von Hermann Amann – lockert er die zweistündige Handlung auf.

Joachim Rettig spielt in rosa kariertem Anzug mit blausamtenen Seitenstreifen Professor Habakuk Tibatong. Mit liebevollem Ernst widmet dieser sich der Sprecherziehung seiner Tiere. Als er aus Pompolonien vertrieben wird, macht er gemeinsam mit seiner kleinen Freundin Tina (Nele Nagy) auf einer Südseeinsel weiter. Schweinedame Wutz (Kerstin Trant) hat da bereits Sprechen gelernt und übernimmt nun den Haushalt des Professors. Staubwedelnd und fegend läuft Wutz in ihrer rosa Latzhose mit Kringelschwänzchen über die Bühne.

Am Ende herrscht weihnachtliche Harmonie

Und dann wird eines Tages ein Eisberg mit einem Ei angeschwemmt. Ächzend und stöhnend tragen die Schauspieler das riesige Ei auf die Bühne und brüten es anschließend abwechselnd aus. Heraus schlüpft ein grünes Etwas mit dickem Bauch und Drachenschwanz, das sofort Schweinedame Wutz als seine Mama adoptiert. „Ein Urmel“, ruft Professor Tibatong begeistert. Saskia Deer spielt das kindliche Urmel mit staunendem Augenaufschlag und neugieriger Körperhaltung. Abenteuerlustig tappst das Urmel überall hin.

Die Freude währt jedoch nicht lange, denn per Flaschenpost erfährt Königin Pumponella vom Urmel und beschließt, dieses ungewöhnliche Tier zu erschießen. Für Begeisterung bei kleinen und großen Zuschauern sorgt der königliche Hubschrauber, der als Miniaturmodell im Halbdunkel über die Bühne schwebt. Fast hätte die böse Königin das nette Urmel erwischt, doch die Inselbewohner halten zusammen und führen die Jägerin in die Irre. Und am Ende herrscht weihnachtliche Harmonie und alle verabschieden sich nach viel Applaus mit dem Urmel-Lied.

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