Blick nach Burscheid

Sie inspiziert das Radwegenetz

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Sabine Krämer-Kox vom ADFC inspiziert einen Knotenpunkt in Burscheid.

BURSCHEID Burscheiderin Sabine Krämer-Kox vom ADFC ist eine von 24 Radwegepaten in der Region, die seit Februar tätig sind.

Von Jürgen Heimann

Die Sonnenstrahlen und hohen Temperaturen machen es möglich: Es herrscht bereits reger Fahrradverkehr auf der Trasse. Unter die Zweiradfahrer haben sich im Bergischen Land auch in den vergangenen Tagen 24 neue ehrenamtliche Wegepatinnen und -paten gemischt, die die das 1000 Kilometer umfassende Radwegenetz in der Region unter die Lupe nehmen. Darunter auch Sabine Krämer-Kox, die nicht nur in Burscheid wohnt, sondern unter anderem dort auch als Patin für die Radwege zuständig ist.

„Wir fahren die Strecke mindestens zweimal im Jahr ab, zu Beginn und zum Ende der Fahrradsaison, und kontrollieren den Zustand der einzelnen Wegweiser, Mittelwegweiser und Knotenpunkte“, erläutert die Ansprechpartnerin des ADFC RheinBerg-Oberberg. Auch Schäden durch Vandalismus, Umwelteinflüsse, Gefahrenstellen oder sonstige Mängel werden von ihr und ihren Kollegen weitergegeben. Die Informationsübermittlung der kritischen Stellen erfolgt per Smartphone anhand des „Wegedetektiv“ in der App „Das Bergische Wanderland“, die automatisch die Koordinaten des Standortes erfasst und die Möglichkeit der Weiterleitung eines Fotos bietet. Diese App könne sich übrigens jeder bei www.dasbergische.de herunterladen und nutzen – auch ohne Wegepate zu sein.

Sehr gut: Zusatzausschilderung der Themenrouten

Alle Informationen landen bei dem offiziellen Radwegemanager des Naturparks Bergisches Land, Andreas Kurze. Er habe die Aufgabe, das Radwegenetz in der Region aufrecht zu erhalten und zu optimieren. „Er ist unser Mittelsmann“, erläutert die Burscheiderin, „und leitet die Beobachtungen an die Träger öffentlicher Belange weiter.“ Also an Straßen NRW, Kreis und Kommunen. „Die Fehler können nur bekannt werden, wenn man sie kommuniziert.“

In Burscheid sei sie mit ihren Beobachtungen noch nicht durch, habe aber schon einen sehr guten Knotenpunkt entdeckt – die Nr. 11 an der Bismarckstraße. „Hier wäre lediglich zu bemängeln, dass die Kilometer-Angabe in Richtung Altenberg fehlt, die im Kataster allerdings auch nicht vorgesehen ist. Dies wäre aber etwas, das verbessert werden könnte, zumal mich auch bereits Radtouristen darauf angesprochen haben.“

Sehr gut sei die Zusatzausschilderung (Einschübe mit den Signets) der Themenrouten Dhünn-, Wupper- und Aqualon-Runde, die sämtlich über Burscheider Stadtgebiet verlaufen.

Kritik hat sie allerdings auch: Der Hinweis stehe „mitten im Weg“. Ein besserer Standort sei aus ihrer Sicht in der Nähe der Bänke gewesen. Aber, so sagt sie auch: „Der Auf- und Abbau ist ja noch nicht ganz vollzogen.“

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