Verzögerungen im Wupperpark Ost

Infopavillon im Tal wird teurer als geplant

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Dem Bauprojekt im Wupperpark Ost droht eine Kostenexplosion zulasten der Stadt.

WUPPERTZAL Verzögern sich der Bau des Info-Pavillons und des Café Cosa und um weitere Monate bis weit ins Jahr 2020?

Von Andreas Boller

Steigen die Baukosten für die beiden Gebäude von knapp zwei Millionen Euro auf rund 2,8 Millionen Euro? In der Planungs- und Baubegleitkommission Döppersberg informierte Stadtdirektor Johannes Slawig am Donnerstag über das Ergebnis der Plausibilitätsprüfung einer unabhängigen Projektmanagement-Gesellschaft. Sie hatte das Bauvorhaben im Wupperpark Ost durchgerechnet und war auf deutlich höhere Kosten gekommen als von den Architekten geschätzt.

Zwei Gebäude will die Stadt im Wupperpark Ost in Auftrag geben. Auf dem Geländestreifen, der von der Wupper und der B 7 zwischen Köbo-Haus und Brausenwerth begrenzt wird, sollen der Infopavillon und das Café Cosa gebaut werden. Außerdem soll der Döppersberg-Bunker in einen Club und Kulturort verwandelt werden. Bauherr aller drei Objekte ist die Tiefbunker Brausenwerth Gmbh & Co. KG, hinter der die Brüder Markus und Thomas Riedel stehen.

Mit der Tiefbunker GmbH will die Stadt Bau- und Kaufverträge abschließen. Vorher muss die Diskrepanz zwischen den Berechnungen aufgeklärt werden. Um gesicherte Aussagen über die Baukosten machen zu können, müssten 70 Prozent der Aufträge vergeben sein. Damit sei frühestens im Frühjahr 2019 zu rechnen, der Baubeginn verschiebt sich also nach hinten.

Geplant ist, dass die Stadt Info-Pavillon und Café Cosa kauft und an die Wuppertal Marketinggesellschaft beziehungsweise an den Freundes- und Förderkreis Suchtkrankenhilfe als Träger des Café Cosa vermietet.

Finanzierung der Mieten in beiden Fällen nicht gesichert

„Ihnen liegt eine relativ kleine Drucksache vor, die aber ein großes Problem ankündigt, über das wir sie kurzfristig informieren müssen. Es geht um Glaubwürdigkeit“, erklärte Stadtdirektor Johannes Slawig. Die Kostenschätzung der Gesellschaft DU Diederichs gehe von Mehrkosten von 30 bis 40 Prozent aus. „Diese Mehrkosten könnten zu höheren Mieten für Wuppertal Marketing und den Freundes- und Förderkreis Suchtkrankenhilfe führen“, sagte Johannes Slawig. Unausgesprochen blieb, dass die Finanzierung der Mieten in beiden Fällen nicht gesichert wäre.

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