Nach Hochwasser

In Barmen steigen Bildhauer zu Störstein Tuffi in die Wupper

Tuffi muss wieder mit einem Kran auf den Sockel gesetzt werden. Archivfoto: dpa
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Tuffi muss wieder mit einem Kran auf den Sockel gesetzt werden. Archivfoto: dpa

Nach Hochwasserschaden wird der Elefant am 18. August genau untersucht

Von Martin Lindner

Wuppertal. Der Tuffi-Störstein, den das Hochwasser vom Sockel gerissen hat, wird am 18. August eingehend von Bildhauern und einem Wupperpaten untersucht: Sie steigen ins kühle Nass, um den Elefanten auf Schäden hin zu untersuchen. Das teilte Dajana Meier, Erste Vorsitzende des Vereins Neue Ufer Wuppertal, mit. „Dann überlegen wir, was zu tun ist“, sagt sie.

Am 14. Juli galt der rund dreieinhalb Tonnen schwere und 10 000 Euro teure Störstein für rund eine Woche als verschollen, bis er in den Fluten der Wupper, unweit seines Stammplatzes an der Schwebebahnstation Adlerbrücke in Barmen, wieder aufgetaucht ist.

Die Bodenplatte, auf der der Störstein befestigt war, ist anscheinend nicht kaputtgegangen. Die Fluten haben Tuffi mit seinen zwei Edelstahlzapfen aus den Bohrlöchern der Platte herausgehoben. „Wir hoffen, dass es nicht allzu kompliziert wird, den Stein wieder aufzustellen“, so Meier.

Jedoch müsse genau begutachtet werden, ob sich die Edelstahlzapfen verbogen hätten oder in die Bohrlöcher der Sockelplatte Sand und Kies eingedrungen sind. Falls alles in Ordnung ist, müsse der Stein nur angehoben und könne wieder auf seinen Sockel gesetzt werden.

Dass der Störstein baldmöglichst wieder aufgestellt wird, wünscht sich Meier sehr. Und sie ist nicht alleine. Viele Wuppertaler haben ihre Störsteine in der Wupper liebgewonnen; die Rückmeldungen, die bisher beim Verein eingegangen sind, seien „rundweg positiv“, sagt sie. Beim Aufstellen der Steine habe es über 20 Veröffentlichungen in der bundesweiten Presse gegeben, als Tuffi „abgetaucht“ war, waren es abermals rund genauso viele. Keine zehn Monate sei der Tuffi-Störstein in der Wupper, und schon sei er unentbehrlich, freut sich Meier.

Der steinerne Elefant scheint an einem Stück geblieben zu sein, so Elmar Weber vom Verein Neue Ufer. Seit September 2020 erinnerte die Tierfigur in der Wupper an der Adlerbrücke an den legendären Sprung der jungen Elefantendame aus der Schwebebahn. Gestaltet wurde sie von Bildhauer Bernd Bergkämper.

Nilpferd Lina komplettiert das tierische Quartett bald

Glücklicherweise hat Tuffi keinen abstehenden Rüssel, der hätte nun abgebrochen sein können. Weitere Störsteine in der Wupper sind Lucky Lachs in Oberbarmen und Bonny Biber in Elberfeld, die das Hochwasser standhaft überstanden haben. Lina, das Nilpferd, soll demnächst in der Nähe des Zoos aufgestellt werden.

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