Flut am 14. Juli

THW-Ortsverband hilft Hochwasser-Opfern an der Erft

Einsatzkräfte des THW Hückeswagen, die in die Hochwassergebiete an der Erft abgeordnet wurden. Foto: THW
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Einsatzkräfte des THW Hückeswagen, die in die Hochwassergebiete an der Erft abgeordnet wurden.

Nach dem Einsatz im heimischen Hückeswagen ging es nach Jülich und Swisttal.

Hückeswagen. Für die Betroffenen in Hückeswagen war das Hochwasser von Mitte Juli ein Horrorszenario, noch schlimmer dürfte es jedoch für die Menschen an Ahr und Erft gewesen sein. Ohne Hilfe aus ganz Deutschland wäre ihre Situation auch jetzt, nach fast sieben Wochen, noch dramatischer. Unter den zahlreichen Helfern waren eine Zeit lang auch Mitglieder des Hückeswagener Ortsverbands des Technischen Hilfswerks (THW), wie dessen Sprecherin Katrin Frank mitteilt.

Nachdem die THW-Kräfte zunächst einige Tage vor allem im Bereich des Beverteichs beschäftigt waren, dessen Deich sie vor dem Brechen bewahrten, löste ihr Einsatzmelder in den darauffolgenden Tagen immer wieder aus. „Für die Fachgruppe Elektroversorgung ging es zur Aufrechterhaltung der Stromversorgung in die Städteregionen Jülich und Swisttal“, berichtet Katrin Frank.

Die Fachgruppen Bergung und Notversorgung sowie Notinstandsetzung fuhren zu zahlreichen Einsätzen nach Swisttal. „Mittels der mobilen Tankanlage des THWs wurden knapp 7000 Liter Diesel an Fahrzeuge aller Hilfsorganisationen und der Bundeswehr vertankt“, teilt die THW-Sprecherin mit. Der Fachberater wurde mehrmals in den Krisenstab des Oberbergischen Kreises berufen und der Technische Berater Hochwasserschutz und Deichverteidigung begutachtete über mehrere Tage Deiche, Dämme und Einsatzstellen sowohl in Hückeswagen als auch in den Städteregionen Euskirchen und Aachen. Der Zugtrupp übernahm die Einsatzabschnittsleitung in Erftstadt.

Einsatzkräfte des THW müssen Bilder, Erlebnisse und Eindrücke an der Erft verarbeiten

„So standen erst nach 14 Tagen alle Fahrzeuge des Ortsverbands erstmals wieder in der Unterkunft an der Bockhackerstraße, und die Einsatzkräfte konnten sich erholen“, schreibt Katrin Frank in einer Mitteilung. „Die Bilder, Erlebnisse und Eindrücke werden die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks in Hückeswagen wohl nie wieder vergessen“, fügt sie an. Mehrere Tage nach diesem Einsatzmarathon seien darauf verwendet worden, Material und Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen und das Erlebte zu besprechen und zu verarbeiten. bm

In Remscheid wurde ein Hochwasser-Konzept für sieben Hotspots aufgestellt.

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