Tipps der Polizei

Schockanrufe: Trickbetrüger erbeuten fünfstelligen Betrag - Legen Sie auf!

-
+
Die Betrüger agieren professionell mit unterschiedlichen Maschen.

Ähnliche Anrufe haben in den vergangenen Tagen auch andere Senioren im Bergischen bekommen. Die Polizei warnt eindringlich vor der Masche und gibt Tipps.

Hilden. Mit einem Schockanruf haben Betrüger in Hilden eine 78-Jährige unter Druck gesetzt - und einen fünfstelligen Betrag erbeutet. Wie die Polizei mitteilt, erhielt eine 78-jährige Hildenerin gegen 14.30 Uhr am Donnersteg, 11. November, einen Anruf. Ein vermeintlicher Oberstaatsanwalt gab an, dass die Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei der eine schwangere Frau verstorben sei.

Die Betrüger forderten die geschockte Seniorin zur Zahlung einer Kaution auf, um die eigene Tochter vor einer sofortigen Inhaftierung zu bewahren. Um den Druck zu erhöhen, trat im Hintergrund eine weinende Frau auf, die sich als Tochter ausgab und ihre „Mutter“ um Hilfe bat. Die Polizei spricht von einem äußerst professionellen Vorgehen der Täter.

Die Hildenerin war so geschockt, dass sie sich umgehend zu ihrer Hausbank begab, bei der sie einen fünfstelligen Betrag abhob. Absprachegemäß übergab sie das Bargeld vor ihrer Haustür an einen jungen Mann, der sich nach der Geldübergabe zu Fuß entfernte. Der Geldbote war etwa 20 Jahre alt, etwa 168cm groß gewesen sein und hatte blonde Haar.

Erst später kamen der Seniorin Zweifel an der Echtheit des Anrufes; sie informierte die Polizie. Nachdem erste Ermittlungen die Befürchtungen der Seniorin bestätigt hatten, leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen Betruges ein. Die Kriminalpolizei übernimmt die weiteren Ermittlungen.

Ähnliche Anrufe haben in den vergangenen Tagen auch andere Senioren im Bergischen Land bekommen - dabei täuschte eine weinende Frau als angebliche Tochter eine Notlage vor.

Schockanrufe: Das rät die Polizei

Die Anrufer täuschen eine finanzielle Notlage vor oder geben sich als Amtspersonen aus, weiß die Polizei. Sie setzen die Angerufenen psychisch unter Druck. Häufig weinen angebliche Verwandte im Hintergrund. Die Anrufer schüren oft Angst, wollen Hilfsbereitschaft ausnutzen. Häufig fordern sie schnelle Hilfe durch Geld oder verunsichern, indem sie die Angst vor einem Einbruch und dem Verlust von Wertgegenständen schüren. Immer geht es um Bargeld oder Wertgegenstände. Die Täter agieren äußerts professionell.

  • Die Polizei rät, am Telefon aufmerksam zu sein und sich nicht unter Druck setzen zu lassen.
  • Bei einem Verdacht sollte das Telefonat beendet werden: Legen Sie auf! „Auflegen ist nicht unhöflich!“, betont die Polizei.
  • Persönliche Daten oder Angaben zu Vermögens- oder Wohnverhältnissen sollten am Telefon nicht genannt werden.
  • Bevor Sie Geld herausgeben: Halten Sie Rücksprache mit Verwandten, Bekannten oder der Polizei.
  • Man sollte sich nicht von dem Anrufer weiterverbinden lassen.
  • Informieren Sie im Zweifel immer die Polizei.

An einem Unfall auf der Blombachtalbrücke waren vier Fahrzeuge beteiligt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Seit Samstag bleiben Clubs wieder geschlossen
Seit Samstag bleiben Clubs wieder geschlossen
Seit Samstag bleiben Clubs wieder geschlossen
Mordfall Springmann: Ex-Freundin gibt Sohn ein Alibi
Mordfall Springmann: Ex-Freundin gibt Sohn ein Alibi
Mordfall Springmann: Ex-Freundin gibt Sohn ein Alibi

Kommentare