Herbergswerk sucht neuen Standort 

Herberge: Hoffnung für Burg wächst

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Generationen von Schülern haben die Jugendherberge in Burg erlebt, bevor sie 2018 geschlossen wurde. Jetzt sucht das Herbergswerk einen neuen Standort. 

BURG Burg Geschäftsführer war zum Spitzengespräch im Solinger Rathaus. Weitere Treffen sind bereits vereinbart.

Von Stefan Prinz

In Solingen und Wermelskirchen wächst die Hoffnung, dass Burg Standort der neuen bergischen Jugendherberge werden könnte. Das erklärte Solingens Bezirksbürgermeister Axel Birkenbeul (SPD) nach einem Treffen mit dem neuen Geschäftsführer des rheinischen Jugendherbergswerks, Oliver Mirring.

Im Solinger Rathaus hat man den Besuch Mirrings zur Chefsache gemacht: Eineinhalb Stunden tauschte sich der Geschäftsführer mit Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (parteilos), Birkenbeul und mit Vertretern des Schlossbauvereins aus.

Während der Vorgänger Mirrings zuletzt für Solinger Standort-Gespräche kaum mehr zugänglich gewesen sei, habe sich Mirring „sehr offen gezeigt“, freut sich Birkenbeul.

„Wir haben den Geschäftsführer zur Besichtigung eingeladen.“
Axel Birkenbeul, SPD, Bezirksbürgermeister Solingen

Der Besuch Mirrings ist nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr der zweite im Solinger Rathaus. Hoffnungsvoll zeigt sich nach dem Gespräch auch Stadtdirektor Hartmut Hoferichter: „Wir haben uns intensiv und sehr offen ausgetauscht“. Oliver Mirring habe betont, dass noch nichts entschieden sei und der aktuelle Austausch gut in den Arbeitsplan des Jugendherbergswerks passe.

Das Herbergswerk erarbeite derzeit eine „Jugendherbergs-Roadmap“ (Strategieplan) für das gesamte Bergische Land. Das Verfahren soll helfen, einen geeigneten Standort für ein neues Haus zu finden, nachdem die bisherige Jugendherberge in Burg im vergangenen Jahr geschlossen wurde.

ZEITPLAN

UMSETZUNG Auf einen detaillierten Zeitplan für den Neubaustart der Jugendherberge will sich das Jugendherbergswerk noch nicht festlegen. Ziel ist aber, 2021 die Herberge zu eröffnen. Denn dann feiert der Landesverband Rheinland im Deutschen Jugendherbergswerk 100-jähriges Bestehen.

Am neuen Standort will das Jugendherbergswerk einen zweistelligen Millionenbetrag in den Bau eines neuen Gebäudes investieren. Geprüft werde dabei unter anderem, wo eine Jugendherberge das touristische Angebot ergänzen und den Bedarf von Gästegruppen erfüllen könne. „Gerade vor diesem Hintergrund ist Burg der ideale Standort“, betonte Oberbürgermeister Kurzbach während des Treffens. Der bereits fertig gestellte Bergfried zeige deutlich, welches Potenzial dort erschlossen werde. Auch weitere Modernisierungsarbeiten im bergischen Grafenstädtchen hätten inzwischen begonnen. Der laufende Welterbe-Prozess trage zudem dazu bei, „noch mehr Gäste für die Müngstener Brücke zu begeistern“, heißt es aus dem Solinger Rathaus.

Darüber hinaus würde mit dem Galileum noch in diesem Jahr in Solingen ein weiterer Leuchtturm für die Region eröffnet. Außerdem werde die Stadt auch immer besser überregional touristisch vernetzt. Etwa durch die Panorama-Radwege, die Radtouristen ansprechen, oder den Bergischen Weg für Wanderer.

Verweis auf Naturerlebnisse

Die Solinger Gesprächspartner verwiesen auch auf den großen Wert „der intensiven Naturerlebnisse in der direkten Umgebung“, etwa durch die Waldschule oder die Sengbachtalsperre als nah gelegene Ausflugsziele.

Die Gesprächsrunde vereinbarte, dass es auf der Arbeitsebene in Solingen zeitnah weitere Gespräche geben soll. Der Gesamtentwurf soll, so Oliver Mirring, in der ersten Jahreshälfte stehen und dann den Herbergswerk-Gremien zur Beratung vorgelegt werden.

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