Volksfest

Haaner Kirmes bietet wieder jede Menge Nervenkitzel

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Schon jetzt liegen dem Ordnungsamt die ersten drei Dutzend Bewerbungen für die Kirmes im nächsten Jahr vor.

HAAN Ende September lockt das Fest tausende Besucher in die Stadt. Die Organisatoren geben einen ersten Ausblick auf die vielen Attraktionen

Von Ralf Geraedts

Die Wurzeln der Haaner Kirmes reichen bis ins Jahr 1386 zurück. Der Termin liegt fest – immer von Samstag bis Dienstag rund um den vierten Sonntag im September. Das Volksfest lockt Jahr für Jahr tausende von Besuchern in die Haaner Innenstadt. Nicht nur das Publikum mag die Kirmes. Auch bei den Schaustellern ist ein Platz begehrt. Schon jetzt liegen Rainer Skroblies und Andreas Krug im Ordnungsamt die ersten drei Dutzend Bewerbungen für die Kirmes im nächsten Jahr vor. Um die gut 200 Plätze gab es in etwa 800 Bewerbungen.

Die Kirmesplaner gaben einen ersten Ausblick auf die Attraktionen, die auf die Besucher warten. Gleich zwei Unikate richten sich an die Wagemutigen. „Mr. Gravity“ lässt seine Fahrgäste auf einer Scheibe rotieren, die an einem sich drehenden Arm befestigt ist. Dabei sollen Kräfte bis zur vierfachen Erdbeschleunigung auf die in Bügelsitzen gesicherten Passagiere wirken. Das neue Geschäft steht auf dem Neuen Markt, vor der Drogerie dm.

Es gibt 60 Imbiss- und Getränkestände auf der Kirmes

Die zweite Neuheit nennt sich „Ghost-Rider“, steht am Rathaus und verspricht ganz wildes Fahrvergnügen. Auf einer Scheibe sind mehrere Kreuze mit Gondeln befestigt. Die Scheibe dreht sich, die Kreuze drehen sich in sich und dann überschlagen sich die Gondeln über ihre Querachse. „Ich höre schon jetzt die Schreie bis in mein Büro“, kann sich Stadtsprecherin Sonja Kunders die Geräuschkulisse vorstellen.

Der Kettenflieger, bisher immer auf dem oberen Neuen Markt, wandert auf den Stadtbrunnen in der Marktmitte. Vor der Marktpassage wird jetzt „Big Spin“ aufgestellt: Viele Arme bewegen sich rasch rauf und runter, das Ganze dreht sich und die Menschen in den Sitzen schwingen, drehen und schaukeln herum.

Eine Neuerung gibt es auch auf dem Windhövelplatz: Dort löst „Jekyll & Hyde“ – ein 42 Meter hoher Propeller – die „Südseewelle“ ab, die wegen der gestiegenen Sicherheitsauflagen nicht mehr umgebaut worden ist. Alles in allem gibt es 15 Großfahrgeschäfte, 14 Kinderkarussells. 30 Spielstände, Verlosungen, Geschicklichkeitsspiele und Schießstände, rund 60 Verkaufsstände.

60 Imbiss- und Getränkestände verwöhnen das Publikum mit allerlei Delikatessen. Riesig ist die Auswahl an süßen Genüssen. Zahlreich und verschieden sind die Einkehrmöglichkeiten. „Zum Ritter“ an der oberen Turnstraße ist wieder Schauplatz des Seniorencafés am Sonntag. Neben dem Autoscooter gibt es dort sogar eine Karibik-Bar.

Die Planung für die Kirmesfläche läuft inzwischen digital. Bei der Überlegung zu Variationsmöglichkeiten stellen sich Rainer Skroblies – er verantwortet die Kirmes seit 2003 – und Andreas Krug – für ihn ist es das achte dienstliche Volksfest – allerdings immer noch vor den Wandplan. Im Vorjahr gab es eine Aufbaupanne: Auf dem Neuen Markt standen zwei Großgeschäfte zu dicht beieinander, so dass sich die Fahrgäste bei gleichzeitigem Betrieb unter ungünstigen Umständen bei der rasenden Fahrt hätten berühren können. „Das kann diesmal nicht passieren. Da stehen kleinere Fahrgeschäfte“, so Skroblies.

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