Sanierung

Ins Ittertal mit Steighilfen aus Stahl

Die Land NRW hat 50 Prozent der Sanierungskosten der Treppe an der Paul-Klee-Straße übernommen. Foto: ZV Erholungsgebiet Ittertal
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Die Land NRW hat 50 Prozent der Sanierungskosten der Treppe an der Paul-Klee-Straße übernommen.

Nach jahrelanger Sperrung ist die beliebte Fußgängertreppe an der Paul-Klee-Straße wieder freigegeben.

Von Peter Clement

Haan. Bei den Anwohnern, aber auch vielen Spaziergängern ist die Freude riesengroß: Die beliebte Fußgängertreppe an der Paul-Klee-Straße ist nach etwa zwei Jahren Sperrung wieder uneingeschränkt nutzbar. Der Zweckverband Erholungsgebiet Ittertal hat sie hergerichtet. Seit kurzem ist sie wieder freigegeben.

Auch für Rudolf Nowak und seine Familie war die Fußgängertreppe, die von der Paul-Klee-Straße auf die Wanderwege ins Ittertal führt, immer mehr als nur eine Verbindung von A nach B. „Wir haben früher mit den Kindern oft eine Art Trimm-dich-Parcours daraus gemacht“, erinnert sich der Anwohner. Mit der Stoppuhr habe er dabei festgestellt, wer die aus Bahnschwellen bestehenden Stufen am schnellsten hinauf oder hinab laufen konnte. Das habe immer großen Spaß gemacht.

Beginn eines Wandernetzes: Die Treppenanlage wird rege genutzt

2019 wurde die Verbindung gesperrt. Durch die jahrelange Feuchtigkeit waren die Bahnschwellen morsch geworden. Die Unfallgefahr wurde zu hoch. „Die Treppenanlage ist der Beginn eines Wanderwegenetzes im Ittertal und wird somit rege genutzt“, teilt der Zweckverband mit.

Der Inhaber der Treppenanlage – der Zweckverband Erholungsgebiet Ittertal – verfolgt nach eigenen Angaben gemeinnützige Zwecke, und zwar insbesondere durch die Erhaltung und Verbesserung eines weiträumigen Erholungsgebietes in Zusammenarbeit mit den Städten und dem Land.

Maßnahme wird erst nach Freigabe der Förderung starten

Es habe sofort festgestanden, dass die Treppenanlage schnellstmöglichst erneuert werden müsse, berichtet Verbandsvorsteher Claus Pommer. So sei der Startschuss zu einer umfangreichen Planung zur Ermittlung der Kosten gefallen. Die seien dann auch im Haushaltsplan entsprechend veranschlagt worden. Und da NRW für solche Maßnahmen Zuschüsse bereithalte, sei ein Förderantrag gestellt worden, um 50 Prozent der Kosten erstattet zu bekommen. Allerdings: „Bevor das Land nicht über die Förderung entschieden hat, darf mit der Maßnahme nicht begonnen werden sonst ist der Zuschuss weg“, betont Pommer. Und so sei es gekommen, „dass sich das ganze Verfahren in die Länge zog“.

Als das grüne Licht aus Düsseldorf endlich kam, begann die Erneuerung. Aber die Neugestaltung erwies sich dem Zweckverband zufolge als kompliziert: „Galt es doch, die Treppenstufen witterungsbeständig, langlebig und benutzerfreundlich zu gestalten.“

Auf der Suche nach Lösungen hielt man nach Beispielen aus den Alpen Ausschau, wo steile Wanderwege an der Tagesordnung sind. Sie fanden einen Anbieter aus Österreich, der Treppenstufen – oder eher Steighilfen –, aus Stahl herstellt. Bei der Prüfung eines angeforderten Musters sei ziemlich schnell klargeworden: „Das ist die Lösung.“ Die Gesamtkosten der Sanierung beliefen sich auf knapp 24 000 Euro, die zur Hälfte vom Land NRW getragen wurden. Die andere Hälfte der Kosten trägt der Zweckverband.

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