Haaner Kirmes

Kind stürzt aus der „Krake“: Das ist die Ursache

unfall
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Die „Krake“ ist für die Ermittlung der Unfallursache gesperrt.

Haan. Zwei Mädchen (4 und 12 Jahre) werden am Samstagnachmittag bei Unfall auf der Haaner Kirmes verletzt. Polizei ermittelt auch gegen Mitarbeiter des Fahrgeschäfts. Vorwurf: fahrlässige Körperverletzung.

Haan. Am Montagvormittag haben Polizei, die Stadt Haan sowie ein externer Gutachter des TÜVs noch einmal das Fahrgeschäft („Krake“) auf der Haaner Kirmes aufgesucht, um die Ermittlungen hinsichtlich der Ursache des Unfalls vom vergangenen Samstag fortzuführen, bei dem eine Zwölfjährige Haanerin auf ein vierjähriges Mädchen gestürzt war. Dabei stellten sie fest, dass am Schließbügel der Gondel, aus der das ältere Mädchen geschleudert worden war, ein technischer Defekt vorlag und sich der Bügel daher nicht korrekt schließen ließ.

Die Polizei hat zudem ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen vier Mitarbeiter des Fahrgeschäfts eingeleitet, die dafür verantwortlich gewesen sein sollen, die korrekte Schließung der Sicherungsbügel vor Fahrtantritt zu überprüfen. Die Vernehmungen der Beschuldigten sowie die weiteren Ermittlungen dauerten am Montagnachmittag noch an.

Außerdem hat die Bauaufsichtsbehörde der Stadt Haan angeordnet, dass die „Krake“ für den Rest der Haaner Kirmes stillgelegt bleibt.

Die beiden bei dem Unfall verletzten Mädchen hatten nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse Glück, dass sie nicht so schlimm verletzt wurden, wie zunächst angenommen. So konnte das zwölfjährige Mädchen, das einen Schock sowie Prellungen und Schürwunden erlitten hatte, bereits am Sonntag wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Nach neuesten Erkenntnissen hatte sich die Vierjährige zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Arm seiner Mutter befunden und war somit nicht direkt von älteren Kind getroffen worden. Die Mutter des Kleinkindes, eine 33-jährige Haanerin, war bei dem Unfall leicht verletzt worden. Ihr Kind verbleibt zwar aktuell noch weiter zur Beobachtung in der Uniklinik Düsseldorf. Es hat bei dem Unfall eine Platzwunde am Kopf davongetragen. Außerdem bestand Verdacht auf eine Gehirnerschütterung.

Unsere Meldung vom 26. September, 13 Uhr

Das 12-jährige Mädchen, das am Samstag aus einem Fahrgeschäft der Haaner Kirmes geschleudert wurde, konnte am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sie war auf eine Vierjährige gestürzt, die durch den Aufprall eine Platzwunde am Kopf erlitt.

Außerdem sei das vierjährige Mädchen wegen des Verdachts auf eine Gehirnerschütterung in die Uniklinik Düsseldorf gebracht worden. Sie konnte nach Kenntnis von Daniel Uebber im Laufe des Montags entlassen werden. „Die beiden hatten einen großen Schutzengel“, erklärte der Polizeisprecher am Montag weiter. Das ältere Mädchen habe neben einem Schock, Prellungen und Schürfwunden erlitten.

Das Fahrgeschäft „Krake“ selbst ist weiterhin gesperrt. Weil es für die Polizei ein Tatort ist, darf es auch der Eigentümer nicht betreten. „Wir haben einen externen Sachverständigen des Tüvs mit der Klärung der Unfallursache beauftragt, können aber noch nicht sagen, wann er nach Haan kommt“, stellt Uebber zum weiteren Vorgehen klar.

Zu prüfen sei, ob es sich der Haltebügel der Gondel durch einen technischen Defekt gelöst habe. „Die andere Möglichkeit ist, dass die Mitarbeiter beim Einsammeln der Fahrchips nicht ausreichend kontrolliert haben, ob der Bügel ordnungsgemäß eingerastet ist. Ist das der Fall, wären wir im Bereich der Körperverletzung.“

Am Montag endet die Haaner Kirmes: Gegen 21.30 Uhr beginnt das traditionelle Höhenfeuerwerk.

Unser Artikel vom 25. September

Von Knut Reiffert

Auf der Haaner Kirmes hat sich am Samstagnachmittag ein schwerer Unfall ereignet. Wie die Polizei Mettmann am Abend berichtet, ist gegen 16.40 Uhr ein zwölf Jahre altes Mädchen bei voller Fahrt aus einem Fahrgeschäft („Krake“) herausgeschleudert worden. Hierbei flog es auf ein vierjähriges Mädchen, welches am Rand des Fahrgeschäfts gestanden hatte.

Da zunächst nicht klar war, wie schwer die Mädchen bei dem Unfall verletzt worden waren, wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Dieser wurde jedoch nicht zum Transport der Mädchen genutzt. Stattdessen wurden die beiden jeweils mit einem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Dort wurden die Mädchen stationär aufgenommen.

Unterdessen hat die Polizei Ermittlungen hinsichtlich der Unfallursache aufgenommen. Diese ist bislang nach Polizeiangaben noch völlig unklar. Für die Dauer der Unfallermittlungen ist das Fahrgeschäft auf dem neuen Markt stillgelegt und mit einem Absperrband des Ordnungsamts versehen.

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