Energie

Grüner Zoo reduziert die Innentemperatur

Die Dickhäuter müssen mit kühleren Temperaturen im Elefantenhaus zurechtkommen.
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Die Dickhäuter müssen mit kühleren Temperaturen im Elefantenhaus zurechtkommen.

Wuppertal. In Wuppertal haben es Elefanten und Affen jetzt zwei Grad kühler.

Von Sofie Reichel

Steigende Energiepreise belasten nicht nur die Bürger. Auch die Städte müssen Energie sparen. Wuppertal will den Verbrauch um 20 Prozent reduzieren. Laut der neuen Verordnung der Bundesregierung dürfen öffentliche Gebäude nicht über 19 Grad beheizt werden. Wie wird das jedoch gehandhabt, wenn Tiere involviert sind?

Neben neuen, nachhaltigen Anlagen wie Aralandia hat der Wuppertaler Zoo auch einige Anlagen, die etwas älter sind und somit viel Energie verbrauchen. Beispielhaft sind die Elefantenanlage und die Affenhäuser. Arne Lawrenz, Direktor des Grünen Zoos Wuppertal, gibt nun bekannt, dass in diesen Gehegen die Temperatur um jeweils zwei Grad gesenkt wurde.

Aber nicht nur dort wird Energie gespart. Der große Betriebshof sowie das angebundene Gewächshaus werden auch Energie sparen müssen. Unter anderem wird in den kommenden Monaten das Gewächshaus schließen, die Pflanzen werden vorübergehend in andere Häuser untergebracht. Auch die Aquarien und Terrarien werden in der Zukunft kühler gehalten. „Das sind ziemliche Energieschleudern“, so Lawrenz.

Was bedeuten diese Bedingungen für die Tiere? „Das Tierwohl kommt für uns an erster Stelle“, sagt Lawrenz. Das bedeutet, dass nicht um jeden Preis Energie gespart wird. Die Verantwortlichen werden die aktuellen Maßnahmen vor allem in den Wintermonaten beobachten und gegebenenfalls reagieren.

Fast alle Tiere sind ans deutsche Klima gewöhnt

Fast alle Tiere in Wuppertal sind im Zoo geboren und kennen das Klima in Deutschland. „Die Elefanten brechen im Winter zum Teil die Eisschichten im Wasser und gehen darin schwimmen.“ CO2-Neutralität sei für den Zoo nach wie vor ein wichtiges Ziel, denn für den Zoo bedeute Klima- auch Artenschutz. Bei der Umsetzung gebe es jedoch einige Probleme. Zum Beispiel sind Photovoltaikanlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden kaum möglich. Die Isolation solcher Gebäude wird durch verschiedene Faktoren ebenfalls erschwert. Damit der Zoo langfristig sein Ziel erreicht, wurde vor längerer Zeit ein Förderprojekt entwickelt, damit mehr Energie aus fossilen Brennstoffen gespart wird und grüner Strom genutzt werden kann. „Wir sind da in der Endphase, die Stadt muss nur noch zustimmen“, so der Zoodirektor.

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