Kunst

Graffitikünstler Mark Roberz verschönert den Velberter Bahnhof

Mark Roberz und seine Darstellung des Doms und der Heiligen Maria, die fortan Reisende begrüßt. Foto: Ulrich Bangert
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Mark Roberz und seine Darstellung des Doms und der Heiligen Maria, die fortan Reisende begrüßt.

Velbert. Auf 195 Quadratmetern sind Sehenswürdigkeiten der Stadt zu sehen.

Von Ulrich Bangert

Gelernt hat Mark Roberz den wenig kreativen Beruf des Bürokaufmanns, dabei schlug sein Herz schon als Jugendlicher für die künstlerische Gestaltung. „Meine ersten Graffiti habe ich bereits als 13-Jähriger gesprüht – illegal, auch auf Bahnanlagen, erwischt worden bin ich dabei nie.“ Inzwischen ist er ein gestandener Mann und besprüht immer noch Bauwerke der Bahn, die ihm dafür sogar ein angemessenes Honorar überweist.

Der Duisburger Graffiti-Künstler baute sein Talent aus, mit dem er begeistern konnte, erste Aufträge kamen. Jetzt ist er in dem Metier hauptberuflich tätig und hat zwei Mitarbeiter, die ihn bei großen Arbeiten unterstützen. Dazu gehört die Verschönerung des Haltepunktes Velbert-Neviges der Deutschen Bahn AG, die zahlreiche Stationen durch Profis besprühen lässt, um unansehnliche Schmierereien zu verhindern.

Unwetterschäden: Bahnstrecke ist noch länger gesperrt

Die optische Aufwertung ist bereits an mehreren Haltepunkten in Düsseldorf vorgenommen worden. Auch der Bahnhof Velbert-Rosenhügel soll künstlerisch aufgewertet werden. „Der Anspruch ist, dass die Motive ortsbezogen sind, die Sehenswürdigkeiten von Neviges herausstellen, es soll freundlich und bunt sein“, erklärt Roberz.

Neviges kannte er zuvor nicht, also machte er sich zunächst im Internet schlau, hat bei der Stadtverwaltung angefragt, ob er das offizielle Stadtwappen nutzen darf. Darf er, es prangt links vom Eingang in die Bahnhofshalle. Inzwischen hat er neben dem Fahrkartenautomaten das historische Wappen mit Turm und dem Schild derer zu Hardenberg auf die Fliesenwand aufgebracht. Ankommende Neviges-Besucher werden künftig beim Abgang vom Bahnsteig von der Jungfrau Maria und dem ihr gewidmeten Dom begrüßt. Den Schriftzug „Wallfahrtsort“ gibt es auch, ebenso wird der alte Bahnhof dargestellt.

195 Quadratmeter sind zu gestalten. Die Bahn ließ die Wände mit einer Grundierung versehen. „Abschließend wird das Ganze mit einer Graffiti-Schutzschicht versehen, damit unerwünschte Verunreinigungen leicht entfernt werden können“, so Roberz, der mehr als 200 Sprühdosen verbrauchen wird.

Bei der Arbeit stören nur selten Fahrgäste, die noch nicht mitbekommen haben, dass der Betrieb von S 9 und RB 49 wegen der Hochwasserschäden seit gut einer Woche ruht. „Der Wasserstand ist zwar gesunken, die Bahnanlagen sind wieder frei von Wasser. Durch die Überflutung ist das Schotterbett allerdings mit Schlamm durchsetzt “, teilt ein Bahnsprecher mit. Verlässliche Aussagen zur Dauer der Sperrung können noch nicht getroffen werden.

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