Gewerkschaft Verdi ehrt Jubilare

Silke Iffländer (stellvertretende Geschäftsführerin) und Geschäftsführerin Stephanie Peifer (v. l.) mit den Jubilaren Werner Hölschen und Friedhelm Stinder (beide 75 Jahre Mitgliedschaft). Foto: Stefan Fries
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Silke Iffländer (stellvertretende Geschäftsführerin) und Geschäftsführerin Stephanie Peifer (v. l.) mit den Jubilaren Werner Hölschen und Friedhelm Stinder (beide 75 Jahre Mitgliedschaft).

Unter den Gefeierten waren 150 Remscheider und 453 Solinger

Von Elisa Krooß

Wuppertal Am Freitagnachmittag lud die Gewerkschaft Verdi ihre langjährigen Mitglieder in die Historischen Stadthalle ein. „Wir haben ein paar Reden vorbereitet, in denen wir unseren Mitgliedern danken möchten. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen. Zudem planen wir Gruppenfotos und einen entspannten kulinarischen Ausklang“, erklärte Carina Dejna, Ortsvereinsvorsitzende von Verdi, im Vorfeld.

Auch Anja Weber, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Nordrhein-Westfahlen, und die Gewerkschaftsratsvorsitzende Martina Rößmann-Wolf freuten sich über den Abend. „Dieser Abend ist nicht nur ein Dankeschön an all unsere treuen Mitglieder, sondern auch an all unsere Kollegen und Kolleginnen, die uns seit Jahren begleiten“, erklärt Anja Weber.

„Wir stehen heute hier und können zeigen, was wir als Gewerkschaft über die Jahre erreicht haben“, fügte Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des Bezirks Düssel-Rhein-Wupper, hinzu. „Viele unserer Mitglieder kommen nach Jahren wieder hier zusammen und können sich austauschen. Dadurch entsteht ein Kommunikationsraum für Politik, aber auch für die Geschichte des Einzelnen“, erzählte Carina Dejna.

Friedhelm Stinder wurde am Freitag für 75 Jahre Zugehörigkeit geehrt. „Ich kam 1945 von meinem Kriegseinsatz zurück. Ich war Buchdrucker und nachdem mein Lehrmeister erschossen wurde, suchte der Betrieb nach neuen Mitarbeitern. Um die Arbeit wieder aufnehmen zu dürfen, musste ich damals in die Gewerkschaft eintreten“, erzählt er. Bis heute ist er bei Verdi geblieben, er wurde bereits zum zweiten Mal geehrt.

„Damals wollte keiner in die Gewerkschaft, das hat sich jedoch stark gewandelt. Heute kann keiner mehr auf die Gewerkschaften verzichten, wir haben über die Zeit nicht nur höhere Löhne erhalten, auch der Zusammenhalt untereinander ist gewaltig gestiegen. Mittlerweile bin ich Rentner, aber ich werde trotzdem Mitglied von Verdi bleiben“, schloss Friedhelm Stinder seinen Dank.

Hans Trümper ist bereits seit 60 Jahren in der Gewerkschaft. Er war freiwilliger Soldat auf Zeit und trat damals in die ÖTV (Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr) ein, bevor sie zu Verdi wurde. „Es kam jemand auf uns zu und empfahl uns, in die Gewerkschaft einzutreten. Damals wollte man noch keine Soldaten haben, aber irgendwann bin ich doch beigetreten. Mit dem Eintritt wurde für mich eine Gesundheitsversicherung abgeschlossen, ich bin mir jedoch nicht sicher, welche genau.“

Und weiter: „Trotz meiner späteren Selbstständigkeit bin ich in der Gewerkschaft geblieben. Vermutlich war ich zu faul auszutreten, doch ich hatte auch die Versicherung im Hinterkopf. Ich hätte sie nicht unbedingt gebraucht, aber man weiß schließlich nie so genau“, berichtete er.

Ein Abend, der Jahrzehnte an Geschichte vereinte und eine Möglichkeit zum Austausch bot, wurde zu einer gelungenen Veranstaltung – nicht nur für die Geehrten.

Ehrungen: 2024 Jubilarinnen und Jubilare wurden geehrt – davon 1124 aus Wuppertal, 453 aus Solingen, 150 aus Remscheid und 297 aus dem Kreis Mettmann.

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