Kohlfurth

Gestohlener Blitzer an der L 74: Bisher keine Spur vom Täter

+
Der Blitzer wurde nach Einschätzung der Polizei "professionell abgeflext".

WUPPERTAL Die Polizei sucht weiter nach Zeugenhinweisen. Für die Stadt ist der Vorfall aus einem Grund besonders ärgerlich.

Update am 13. 01. 2019:

Nach der illegalen Demontage einer stationären Blitzanlage an der L 74 bei Kohlfurth hat die Polizei bislang keine Hinweise auf den oder die Täter. Man sei in dem Fall auf Zeugenhinweise angewiesen und habe noch keine heiße Spur, sagte Polizeisprecher Stefan Weiand am Freitag auf Anfrage. Der Blitzer sei nach bisherigem Erkenntnisstand offenbar „professionell abgeflext“ worden. Der genaue Zeitpunkt der Tat ist unbekannt, als Tatzeitraum gilt der 3. Dezember bis 2. Januar. Bemerkt worden war der Vorfall erst, als ein Mitarbeiter der Stadt Anfang des Jahres die Fotos aus der Anlage sichern wollte.

Die Stadt geht von einem Schaden von rund 60.000 Euro aus. Der Vorfall sei auch deshalb ärgerlich, weil es sich bei der zerstörten Anlage um die einzige ihrer Art in Wuppertal handle, die auch die Kfz-Kennzeichen von Motorradfahrern ablichten könne, sagte der Stadtsprecher Thomas Eiting. Das habe dazu geführt, dass die Unfallzahlen mit Motorradfahrern an der kurvigen Stelle deutlich reduziert werden konnten. Die Strecke von und nach Solingen und Remscheid sei besonders bei Zweiradfahrern beliebt. 

Der Mast des Blitzers wurde im Gebüsch gefunden

Der stationäre Blitzer hatte aus zwei miteinander verbundenen Säulen bestanden, die die Fahrzeuge sowohl von hinten wie auch von vorne fotografieren konnten. Die aus - Richtung Wuppertal gesehen - erste Blitzanlage sei gekappt worden. Man habe den Mast des Blitzers zwar noch in einem Gebüsch entdeckt, allerdings seien die Aufnahmen bereits entfernt gewesen, erklärte Eiting. Die Anlage soll nun möglichst bald ersetzt und wieder in Betrieb genommen werden. Einen genauen Zeitpunkt dafür konnte der Sprecher aber nicht nennen.

Lesen Sie auch: Dortmunder Polizei blitzt Brautpaar am Hochzeitstag - und macht es überglücklich

Derzeit unterhält die Stadt für die stationäre Geschwindigkeitsüberwachung sieben Starenkästen, zehn Blitzersäulen und die Radaranlage an der A 46. Wie hoch der Einnahmeausfall durch den Verlust der Blitzanlage nahe der Kohlfurth ausfällt, konnte der Sprecher nicht sagen, da nach seinen Angaben die Einnahmen nicht nach Standorten erhoben würden.

Die Geschwindigkeitsüberwachung macht sich für die Stadt in jedem Fall bezahlt: Im vergangenen Jahr hat Wuppertal durch die Ahndung von Geschwindigkeitsüberschreitungen 5,5 Millionen Euro eingenommen. In die Summe seien sämtliche Geschwindigkeitsmessungen durch mobile und stationäre Anlagen eingerechnet, erklärte Eiting. (Michael Bosse)

Seit der letzten Kontrolle im vergangenen Jahr nicht aufgefallen

So lautete die Meldung vom 10. Januar:

Als ein Mitarbeiter der Stadt Wuppertal letzte Woche das stationäre Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung an der L74 warten wollte, erlebte er eine Überraschung: Ein Blitzer fehlte. Ursprünglich standen an beiden Seiten jeweils zwei Starenkästen zur Geschwindigkeitskontrolle, nun war es einer weniger: In Fahrtrichtung Solingen war nur noch ein Metallstumpf zu sehen, dort, wo eigentlich entgegen der Fahrtrichtung geblitzt werden soll.

Seit der letzten Kontrolle durch die Stadt Wuppertal am 3.12. vergangenen Jahres, war der Diebstahl bis zur Routinekontrolle nicht aufgefallen.

Polizeisprecher Stefan Weiand berichtet auf Nachfrage unserer Zeitung, man habe den Metallmast am nahe gelegenen Wupperufer gefunden. Der eigentliche Blitzeraufbau fehlt bislang jedoch noch. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Diebstahl aufgenommen. „Die Vermutung liegt nah, dass ein Autofahrer einer Strafe entgehen wollte“, so der Sprecher der Polizei. Dank Zeugenaussagen konnte der Zeitpunkt der Tat auf Ende Dezember festgelegt werden.

Der Schaden wird auf etwa 60.000 Euro geschätzt. Wann eine Reparatur erfolgen kann, ist noch unklar. to

Mehr zum Thema

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Kasino könnte die Kasse klingeln lassen

Kasino könnte die Kasse klingeln lassen

Jetzt fahren Rollstühle auch Treppen hoch

Jetzt fahren Rollstühle auch Treppen hoch

Der Protest gegen A-3-Ausbau wird stärker

Der Protest gegen A-3-Ausbau wird stärker

100 neue Arbeitsplätze entstehen in Sonnborn

100 neue Arbeitsplätze entstehen in Sonnborn

Schwebebahn: Mann schlägt Scheibe ein

Schwebebahn: Mann schlägt Scheibe ein

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren