Maximal 500 Besucher gleichzeitig

Freizeitpark auf dem Carnaper Platz öffnet 

Der „Break Dancer“ ist zu Gast auf dem Carnaper Platz – Marc Südhoff baut mit auf. Foto: Anna Schwartz
+
Der „Break Dancer“ ist zu Gast auf dem Carnaper Platz – Marc Südhoff baut mit auf.

Schausteller haben Hygienekonzept erarbeitet.

Von Manuel Praest

Wuppertal. Normalerweise spielen Karussells, Spiel- und Fressbuden die Hauptrolle bei einer Kirmes. Doch in Zeiten von Corona ist alles anders. Eine Kirmes als solche gibt es gar nicht mehr, „temporärer Freizeitpark“ ist das, was die Schausteller anbieten dürfen. Und da steht neben Fahrgeschäften vor allem auch das Hygienekonzept im Mittelpunkt. Am heutigen Freitag, 14 Uhr, eröffnet der Schaustellerverein Wuppertal seinen Freizeitpark auf Zeit auf dem Carnaper Platz. Bis zum 25. Oktober wird er laufen.

Doch die Pressekonferenz der Stadt am Montag, auf der praktisch das Aus für alle größeren Veranstaltungen wie Martinszüge und Weihnachtsmärkte verkündet wurde, hat bei den Schaustellern für Diskussionen gesorgt. Michael Petersen, Sprecher des Schaustellervereins, macht keinen Hehl daraus, dass er die harte Linie der Stadt kritisch sieht.

Die hatte erklärt, dass auch das Hygienekonzept für den Freizeitpark auf den Prüfstand kommen muss – als der Aufbau auf dem Carnaper Platz schon begonnen hatte. Für Petersen sind letzte Zweifel aber ausgeräumt. Das Konzept, dass sich der Verein ausgedacht habe, habe überzeugt. Sogar andere Organisatoren hätten das Wuppertaler Modell übernommen. Die Veranstaltung auf dem Carnaper Platz ist schließlich schon die vierte, die die Wuppertaler unter Corona-Bedingungen auf die Beine gestellt haben. Keine der Veranstaltungen habe sich im Nachhinein als Infektionsrisiko oder gar als „Hotspot“ erwiesen.

Seit Mittwochabend aber ist Wuppertal mit einem Inzidenzwert von über 50 offiziell Risikogebiet. Gegenüber dem von den Schaustellern eingereichten Hygieneschutzkonzept gibt es deshalb doch noch eine Änderung: Die Zahl der Personen wird eingeschränkt. Statt vorher 1000 dürfen es jetzt nur noch maximal 500 gleichzeitig sein.

Dabei sind Break Dancer, Familienachterbahn, Hawaii Swing

Der Sicherheitsdienst soll „freundlich, aber konsequent“ auf das Einhalten der Hygieneregeln achten. Wer nicht spurt, der fliegt, sagt Petersen. Am Zoo etwa hätten sich Gruppen von Jugendlichen danebenbenommen. Für sie gab es einen Platzverweis. Er appelliert an alle, sich an die Regeln zu halten. Denn eigentlich soll der Freizeitpark ja vor allem eines: „Spaß machen.“ Auch wenn die Schausteller längst nicht die Umsätze vor der Corona-Krise erzielen können, sei es ein Zeichen: „Wir sind noch da.“

Den Carnaper Platz bebauen die Schausteller als klassischen Rundlauf mit „vielen attraktiven Karussells“, wie Petersen ankündigt. Nach vielen Jahren kommt zum Beispiel der „Break Dancer“ wieder nach Wuppertal, erstmals ist der „Hawaii Swing“ dabei. „Zwei rasante Karussells für die Jugend“, verspricht Petersen. Hoch hinaus für die ganze Familie geht es im „Hollywood Star“. Und erstmals kommt die Familienachterbahn „Willy der Wurm“ nach Wuppertal. „Hier können wirklich alle Generationen das echte Achterbahnfeeling erleben.“

Auf jeden Fall sei für jede Altersschicht etwas dabei, so der Sprecher, der die Veranstaltung als Abwechslung für die Wuppertaler Familien in den Herbstferien sieht. Er bittet zudem um Verständnis, dass Eintritt genommen werden muss. Zum einen, um den Parkcharakter zu wahren. Zum anderen werde das Geld aber auch einfach benötigt, um Desinfektionsmittel anzuschaffen.

Regeln

Im Eingangsbereich müssen sich die Gäste registrieren und einen Eintritt von einem Euro entrichten. Das Geld wird für den Kauf von Hygienemitteln verwendet. Es herrscht ein Einbahnstraßen-System. Beim Betreten und Verlassen des Platzes ist eine Maske zu tragen, ebenso bei Abständen unter 1,50 Meter. An drei „Hygieneboxen“ können sich Besucher die Hände waschen und desinfizieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Uni: Lietzmann geht in den Ruhestand
Uni: Lietzmann geht in den Ruhestand
Uni: Lietzmann geht in den Ruhestand
Ausbildung zum Polizeihund: Mit dem Lernen geht es schon für Welpen los
Ausbildung zum Polizeihund: Mit dem Lernen geht es schon für Welpen los
Ausbildung zum Polizeihund: Mit dem Lernen geht es schon für Welpen los
Öffentlichkeitsfahndung nach unbekanntem Einbrecher
Öffentlichkeitsfahndung nach unbekanntem Einbrecher
Öffentlichkeitsfahndung nach unbekanntem Einbrecher
Heiraten unter dem Sternenhimmel
Heiraten unter dem Sternenhimmel
Heiraten unter dem Sternenhimmel

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare