Gastro-Meile

„Franziskaner“ zieht ins Wuppertaler Sticher-Haus

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Im Erdgeschoss des Sticherhauses wird gearbeitet. Es soll eine Gastronomie einziehen.

Die Wirtschaftsförderung sieht eine Gastro-Meile an der Herzogstraße als zeitgemäß.

Von Eike Rüdebusch

Das Sticher-Haus wird derzeit umgebaut – Bauherr ist das Gasthaus Franziskaner Oberhausen, das seinen Firmensitz in Oldenburg hat, aber im Centro Oberhausen eine Filiale betreibt. Auf Nachfrage der Redaktion wurde die Eröffnung einer neuen Filiale an der Herzogstraße bestätigt. Weitere Details wurden bisher nicht bekannt, die Firma möchte sich aktuell nicht äußern.

Dass es eine Nachfolge für WMF gebe würde, war schon im Februar bekannt geworden. Damals hatte der Makler unserer Zeitung bestätigt, dass ein Mietvertrag unterschrieben worden sei - nannte aber keinen Namen. Der wurde erst mit dem Baustellenaushang sichtbar.

Jetzt ist rund ein Jahr nach dem Auszug von WMF und deren Neueröffnung an der Poststraße klar, was mit der Landmarke an der Herzogstraße passiert. Die Straße zwischen Von der Heydt-Platz und Kasinokreisel wird damit um ein Gastro-Angebot erweitert – und umso mehr zu Wuppertals Gastromeile.

Marco Trienes, Zuständig für Investorenbetreuung Einzelhandel bei der Wirtschaftsförderung, sieht den Zuzug als positives Zeichen für den Standort – aus Sicht der Systemgastronomen. Kritik, dass die Restaurants den Einzelhandel verdrängten, lässt Trienes aber nicht gelten. „Der Einzelhandel wird nicht verdrängt“, sagt Trienes klar. „Wenn aber Leerstand entsteht, greift die Systemgastronomie zu.“ In der Herzogstraße nicht zum ersten Mal. Ende 2017 hatte in der ehemaligen Rossmann-Filiale gegenüber des Sticher-Hauses die L’Osteria aufgemacht. In Richtung Kasinokreisel gibt es weitere Burgerläden und Italiener sowie eine Cocktail-Kette.

Dem einen oder anderen wird das zu viel Gastronomie sein, aber Trienes sieht das anders. „Sicher ist der Markt irgendwann übersättigt, aber unser Ausgeh- und Kommunikationsverhalten sprechen nicht dafür, dass der Punkt schon erreicht ist“, sagt er. Der Trend gehe eher dahin, dass die Leute essen gehen statt zu kochen. Für die Gastronomen gelte eher das Prinzip: Konkurrenz belebt das Geschäft. Trienes spricht von einer Magnetwirkung – auch für Kunden: Mehrere Läden mit Außengastronomie sorgen für Belebung und Abwechslung – und geben dem Kunden die Sicherheit, auf jeden Fall etwas zu finden.

Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius (SPD) sieht das gelassen. An sich sei Gastronomie ja positiv - und die Straße entwickele sich eben so, wie es nachgefragt werde.

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