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Flüchtlings-Situation entspannt sich

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Die neue Flüchtlingsunterkunft im Luisental, in der 84 Menschen leben können, ist mit derzeit 40 Bewohnern nur knapp halb gefüllt. 

BURSCHEID In Burscheid leben 117 Geflüchtete und Asylbewerber, deutlich weniger als in den Vorjahren.

Von Jürgen Heimann

Die Situation der Betreuung von Flüchtlingen in Burscheid hat sich deutlich entspannt. Dies hat Marco Fuss, Leiter des Sozialamtes, anhand von Zahlen erläutert. Er sagte aber auch: „Die richtige Arbeit beginnt jetzt erst: Wohnung bekommen, Arbeit bekommen - Arbeit behalten.“ Nach den Ausführungen des städtischen Mitarbeiters leben derzeit in Burscheid 117 Flüchtlinge und Asylbewerber. Im November des vergangenen Jahres waren es beispielsweise noch 150, Ende 2016 etwa 250. Lediglich 20 neue Flüchtlinge seien in diesem Jahr bislang dazugekommen.

Dieser Rückgang habe auch dazu geführt, dass die Stadt immer weniger private Wohnungen anmieten muss. Derzeit sind es gerade mal noch sieben, in besonders engen Zeiten waren es 26. Auch die Zahl der städtischen Einrichtungen für diesen Zweck beträgt jetzt nur noch sechs statt vier. „Das haben wir stark reduziert“, erklärte der Beamte den Mitgliedern des Schul- und Sozialausschusses. Und selbst die neue Flüchtlingsunterkunft im Luisental, in der 84 Menschen leben können, ist mit derzeit 40 Bewohnern fast nur halb gefüllt.

Dennoch sucht die Stadt aktuell Wohnungen für sechs anerkannte Flüchtlinge. Drei Männer seien darunter und eine Mutter mit zwei Kindern. „Wir haben es geschafft, fast alle unterzubringen“, erläutert Fuss. Zwischenzeitlich hätten 70 Menschen ein Dach über dem Kopf haben müssen. „Aber es ist sehr schwierig, Einzelpersonen unterzubringen“, sagt der Leiter des Sozialamtes, hofft aber auf Hilfe von Eigentümern aus Burscheid.

Traum von einer nachhaltigen Erwerbsquelle platzt oft schnell

Eine andere Form der Hilfe mache sich mittlerweile deutlich bemerkbar. So seien aus eigenen Mitteln deutsche Sprachfähigkeiten gefördert worden. Fuss: „Man merkt, dass die Leute schon sehr weit sind.“ Aber damit beginne die Arbeit häufig erst. Denn Sprachfähigkeiten, eine eigene Wohnung und eine Arbeitsstelle seien für manche zwar mittlerweile Realität, doch der Traum von einer nachhaltigen Erwerbsquelle platze häufig wieder schnell.

Auf einem Teil der Kosten bleibt die Stadt übrigens erst mal sitzen. So sind 20 geduldete Flüchtlinge in Burscheid untergebracht. 1000 Euro pro Person und Monat muss die Stadt dafür aufbringen. Tatsächlich müssen die Kommunen für abgelehnte Asylbewerber aufkommen, die länger als drei Monate nach Ende des Verfahrens aus humanitären Gründen vorerst bleiben dürfen. Fuss: „240 000 Euro fehlen an Erstattung im Haushalt.“

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