Beschluss zum Stadion vertagt

Firmengruppe legt Gesamtkonzept zum Umbau des Stadions am Zoo vor

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Das Stadion am Zoo und das dort möglicherweise entstehende Parkhaus sind nun vorerst doch nicht mehr Thema im Wuppertaler Rat.

WUPPERTAL Der Grundsatzbeschluss für den Verkauf eines städtischen Grundstücks wurde vertagt. Es besteht Beratungsbedarf.

Von Andreas Boller

Der Grundsatzbeschluss für den Verkauf eines städtischen Grundstücks am Boettinger Weg nahe dem Stadion am Wuppertaler Zoo, der den Bau eines Parkhauses durch die Firmengruppe Küpper vorsieht, wurde von der Tagesordnung der Ratssitzung am kommenden Montag abgesetzt und auf September vertagt. Es besteht Beratungsbedarf. Bereits in der Sitzung der Bezirksvertretung Elberfeld-West hatte die CDU-Fraktion Beratungsbedarf angemeldet. Der Verwaltungsvorschlag sieht vor, durch den Grundsatzbeschluss für die Errichtung eines Parkhauses die Entwicklung des Stadions am Zoo einzuleiten. Geplant ist der Bau eines Parkhauses mit vier Ebenen und rund 640 Stellplätzen. Die verwaltungsinterne Prüfung für den Verkauf des Grundstücks werde derzeit vorgenommen, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Voraussetzung für ein Bebauungsplanverfahren ist ein Verkehrs- und Parkplatzkonzept durch die Verwaltung beziehungsweise den Investor. Stadtdirektor Johannes Slawig hatte gegenüber unserer Zeitung, den Grundsatzbeschluss als ersten Schritt bezeichnet. Diesem müssten weitere des Investors zur Entwicklung des Stadions folgen. Die Katze im Sack werde der Stadtrat nicht kaufen, so Slawig.

Die Firmengruppe Küpper legte ein Gesamtkonzept zum Umbau des Stadions am Zoo vor, das neben einer kompletten Überdachung den Bau eines multifunktional nutzbaren Gebäudes (Hotel, Büroräume, Seminarräume, Praxen, Gastronomie und Vip-Logen) hinter der Gegengeraden vorsieht. Die Stadt selbst sieht bei einer Umsetzung der Pläne die Chance, die Gegengerade unter Einbeziehung von Arbeitskräften des zweiten Arbeitsmarktes mit Kosten von rund zwei Millionen Euro auszubauen. Thilo Küpper sprach zudem von der Notwendigkeit, ein zweites Parkhaus auf dem Parkplatz im Bereich Kornstraße/Sonnborner Ufer zu bauen.

Das Parkhaus am Boettinger Weg hätte große Bedeutung für das gesamte Zooviertel, für das die Anwohner schon seit Jahrzehnten ein Verkehrskonzept fordern. Eine Lösung für die Probleme durch den Parkplatzsuchverkehr im Viertel könnte es sein, das kostenfreie Parken auf die Anwohner im Zooviertel zu beschränken, während die Zoobesucher dann die kostenpflichtigen Parkplätze im Parkhaus ansteuern müssten.

Der Bau der Parkhäuser verspricht in Zusammenhang mit einem entsprechenden Verkehrskonzept sichere Einnahmen. Offen bleibt bisher, wer als Investor für die weiteren Bauabschnitte (Ausbau der Gegengerade, Überdachung) einspringen soll und wie das Betriebskonzept aussieht. Die Firmengruppe Küpper sieht sich in der Rolle des Entwicklers und nicht des Investors, weshalb die Finanzierung des Gesamtprojektes mit Kosten von grob geschätzten 40 Millionen Euro noch viele Fragen aufwirft.

Der Wuppertaler SV und der Zooverein Wuppertal begrüßen grundsätzlich die Pläne zum Bau eines Parkhauses am Boettinger Weg. Der WSV hatte angekündigt, gegebenenfalls das Projekt Parkhaus selbst in die Hand zu nehmen, sollte es nicht anders umgesetzt werden können.

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