Feuerwehr rüstet sich für Hochwasser

Katastrophenschutz in Wuppertal

Wuppertal Nach dem verheerenden Wupper-Hochwasser vom 14. Juli 2021 sind die offensichtlichen Spuren der Flut im Stadtbild nur noch teilweise zu sehen. Innerhalb der Verwaltung spielt das Thema dagegen weiterhin eine wichtige Rolle. So will man vor allem die Einsatzkräfte besser ausrüsten und damit auch den Katastrophenschutz stärken. Teil dieses Plans ist dabei auch, das Modul „Hochwasser“ bei der Feuerwehr auszubauen.

Dafür läuft aktuell eine öffentliche Ausschreibung zur Anschaffung eines neuen Hochwasser-Schutzsystems. „Dabei handelt es sich um ein modulbasiertes System zum Aufbau von 50 Zentimeter hohen Spundwänden. Dadurch wären wir in der Lage, kleinere Gewässer wie den Murmelbach umzuleiten, falls dieser bei einem Starkregenereignis über die Ufer treten und dabei Straßen überschwemmen sollte“, erklärt Feuerwehrsprecher Manuel Packhäuser. Geplant ist, so viele von den jeweils neun Kilo schweren Modulen zu bestellen, dass die Feuerwehr im Notfall schnell eine bis zu 100 Meter lange, mobile Schutzwand, die zwischen Mai und Juli geliefert werden soll, errichten kann.

Nachdem die Wuppertaler Feuerwehr mit allen nötigen Gerätschaften zur Waldbrandbekämpfung ausgestattet wurde, soll das neue Barrierensystem das Komplettpaket zum Hochwasserschutz ergänzen, zu dem auch leistungsstarke Pumpen und Füllanlagen für Sandsäcke gehören. Für die Anschaffung wurden dabei entsprechende Finanzmittel im Haushalt bereitgestellt. Packhäuser: „In den letzten Jahren stand der Katastrophenschutz auf politischer Seite nicht mehr so im Fokus. Die schweren Unwetter oder andauernde Hitzeperioden haben uns in Wuppertal allerdings gezeigt, dass wir hier gewisse Rückstände aufholen müssen.“

Um die Notfallstrukturen nach der Flut zu stärken, wurden durch die städtische Taskforce „Hochwasser & Klimaresilienz“ in den vergangenen Monaten bereits erste konkrete Entscheidungen getroffen. So wurde etwa ein „rotes Telefon“ zur direkten Krisenkommunikation zwischen dem Wupperverband und der Leitstelle der Feuerwehr eingerichtet. Mit vier zusätzlichen Notruf-Plätzen baute die Feuerwehr die Erreichbarkeit für Anrufer weiter aus.

„Wir müssen uns darauf einstellen, in Zukunft stärker von Extremwetterereignissen betroffen zu sein. Deshalb stellt sich die Stadt hier jetzt auch für akute Notlagen breiter auf“, erklärt Reinhard Gierse aus dem städtischen Umweltschutz-Ressort.

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