Feuerwehr rückt nach Starkregen aus

Wulf Riedel (TBS) kam mit Kanalplänen zum Ort des Geschehens nach Unterburg. Es wird untersucht, was genau passiert ist. Foto: Tim Oelbermann
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Wulf Riedel (TBS) kam mit Kanalplänen zum Ort des Geschehens nach Unterburg. Es wird untersucht, was genau passiert ist.

Solingen: In Unterburg und Rüden gab es am Montag kleinere Wasserschäden

Von Philipp Müller

Solingen Am Montag gegen 18 Uhr setzte plötzlich sehr starker Regen über Solingen ein. In der Folge musste die Feuerwehr nach Rüden und Unterburg ausrücken. Alles verlief glimpflich – und doch kamen bei den Anrainern an Wupper und Eschbach sofort wieder die Hochwassersorgen hoch. Heute vor vier Wochen traten Fluss und Bach mit Rekordpegeln aus ihren Läufen. In der Folge wird von einem Jahrtausend-Hochwasser gesprochen.

Davon war der Starkregen am Montagabend weit entfernt. Denn in der Nacht vom 9. auf 10. August musste die Feuerwehr Solingen keine großen Unwettereinsätze fahren. Das bestätigte die Feuerwehr auf Nachfrage der Redaktion.

„Manche können immer noch nicht schlafen, wenn Regen droht.“

Carsten Voigt, Bürgermeister

Stadtsprecherin Sabine Rische berichtete gestern Morgen, dass der Starkregen am Montag zu einer Überlastung des Kanals an der Eschbachstraße geführt hatte. Der Kanal selbst sei nicht verstopft gewesen, das habe das Durchspülen der Leitungen mit einem Spezialfahrzeug gezeigt. Es wird vermutet, dass deshalb Wasser in die Häuser gelaufen ist, weil die Rückschlagsysteme in den Häusern nach dem Hochwasser nicht einwandfrei funktionierten. Diese würden nun überprüft. Dazu war am Montagabend Wulf Riedel von den Technischen Betrieben (TBS) vor Ort und ließ sich die Schäden zeigen. In einigen Häusern an der Eschbachstraße gab es kleinere Wassereinbrüche.

Neben der Berufsfeuerwehr waren Kräfte der Löscheinheiten Burg und Böckerhof im Einsatz. In Rüden wurde derweil ein Fußweg durch den Regen überschwemmt, Wasser drohte zwischenzeitlich in ein Fachwerkhaus der Hofschaft einzudringen.

Den Einsatz in Unterburg beobachtete auch Bürgermeister Carsten Voigt (CDU), der dort wohnt und selbst Betroffener des Hochwassers war. Auch er beschrieb die Schäden und das Überlaufen der Kanäle als eher kleines Problem. Trotzdem habe es eine gereizte und angstvolle Stimmung gegeben. Denn noch zu nah sind die Ereignisse von vier Wochen, zu tief sitzen sie in den Köpfen der Anwohner. „Manche können immer noch nicht schlafen, wenn Regen droht“, berichtete Voigt.

Am gestrigen Abend war die Fehlersuche noch nicht abgeschlossen, teilte die Stadt mit. Wulf Riedel von den TBS wies aber daraufhin, dass es sich bei der Masse an erneutem Regenwasser am Montagabend „um ein außergewöhnliches Ereignis“ gehandelt habe. Daher laufe die Beurteilung weiter, wie damit in Zukunft in Unterburg umgegangen werden muss, falls sich der Starkregen so wiederholen wird.

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