Lockerung

Fauna und Vogelpark sind wieder geöffnet

Die Fauna öffnete am Montag wieder für den Publikumsverkehr. Viele Kinder, wie der dreijährige Erik, waren mit ihren Eltern zum Neustart gekommen.
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Die Fauna öffnete am Montag wieder für den Publikumsverkehr. Viele Kinder, wie der dreijährige Erik, waren mit ihren Eltern zum Neustart gekommen.

Beide Solinger Tierparks erlebten in der Zeit der Schließung eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Von Philipp Müller

SOLINGEN Im Vogelpark schraubt die leitende Tierpflegerin Janett Heinrich eine Kunststofffolie ins neue Kassenhäuschen für den Ohligser Vogelpark. Ein paar Kilometer weiter muss Fauna-Geschäftsführerin Vera Schramm bereits Wechselgeld nachholen. Seit 10 Uhr am Montag strömten die ersten Gäste wieder in den kleinen Tierpark in Solingen-Gräfrath. So soll es auch in Ohligs aussehen. Denn gestern öffnete auch der Vogelpark neben der Ohligser Heide erstmals wieder.

Doch für die Besucher ist vieles anders. In der Fauna erhält jeder an der Kasse eine Wäscheklammer. So wird sichergestellt, dass die Obergrenze von 300 Besuchern nicht überschritten wird. Diese habe der Vorstand des Vereins mit dem Ordnungsamt ermittelt, berichtet Ulrich Schramm, der Vereinsvorsitzende.

Der Vogelpark in Ohligs öffnete gestern erstmals wieder. Für den Eingangsbereich wurde kurzfristig noch der neue Kassenbereich geplant und eingerichtet.

In Ohligs sind 250 Besucher erlaubt. Diese erfasse man mit einem Zähler, erklärt Heinrich. Dazu baue das Team extra das neue Kassenhäuschen direkt an den Eingang. Gleich ist in beiden Parks, dass die Besucher auf einem Einbahnring an den Gehegen vorbei geführt werden. Das soll Begegnungsverkehr verhindern.

Noch bis Donnerstag sind die Spielplätze dort geschlossen, sie dürfen erst dann öffnen. Sowohl in der Fauna als auch im Vogelpark können die Besucher kein Futter – etwa für die Ziegen – kaufen. Damit wollen die Leitungen der Parks verhindern, dass es sich an den Futterplätzen knubbelt.

Seit Mitte März waren die beiden Parks durch die Corona-Schutzmaßnahmen geschlossen. Doch die Arbeit ruhte nicht. Denn die Tiere mussten gefüttert werden, die Parks und Gehege in Schuss gehalten werden. „Dabei sind wir ein Stück zusammengewachsen“, erzählt Heinrich. Man habe sich beim Futter ausgetauscht. So seien mal 500 Kilo Möhren nach Gräfrath gewandert und im Gegenzug Körnerfutter in Ohligs angekommen.

„Ohne die vielen Spenden hätten wir nicht überlebt.“
Janett Heinrich, Vogelpark

Futter wurde auch von Freunden des Tierparks gespendet, erzählt sie. Außerdem habe der öffentliche Aufruf, mit Geld zu helfen, enormen Zuspruch gehabt. „Ohne die Spenden hätten wir nicht überlebt“, sagt Heinrich mit großer Dankbarkeit. Die zeigt auch Vera Schramm in Gräfrath auf die Frage, ob es finanzielle Unterstützung gibt. Sie wirkt überwältigt von der Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung. Auch in der Fauna konnten viele Futterspenden entgegengenommen werden.

Vera und Ulrich Schramm bedauern, dass die Warmhäuser nicht geöffnet werden könnten. Dafür fehle es an Personal, dass den Zugang kontrolliert. Denn mehr als eine Person pro zehn Quadratmeter Fläche dürften nicht hinein.

Dafür ist die Toilettenöffnung in Gräfrath geklärt. Eine ehrenamtliche Helferin achtet auf die Sauberkeit und desinfiziert die Räume ständig. Im Vogelpark übernehmen das die Pfleger. Tatsächlich gebe es Tiere, die die Besucher vermisst haben, sagt Vera Schramm. Aber nicht alle: Die Uhus hätten erstmals gebrütet.

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