Konzert

Familiäre Stimmung mit Dynamischem Duo

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Jens Rösel (l.) und Oliver Heinrich sind seit vielen Jahren als Musiker von Bounce sowie als Dynamisches Duo bekannt. 

Storytellers-Session auf Schloss Burg.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Schloss Burg. Es war ein gefühltes Heimspiel für Jens Rösel und Oliver Heinrich. Als das Dynamische Duo waren die beiden Musiker am Dienstag auf Schloss Burg zu Gast. Im Rittersaal waren sie bei ihrer Storytellers-Session gefühlt mit allen Zuschauern per Du. Mit munteren Geschichten, Witz und viel Selbstironie war die Atmosphäre von Beginn an familiär und persönlich. „Tut mir den Gefallen und sorgt für eine Papp-Attrappe, die auf Eurem Stuhl sitzt, falls Ihr in der Pause gehen müsst, sonst muss ich ein halbes Jahr eine Selbsthilfegruppe für Jens suchen, in der er sein Trauma abarbeiten kann über ein enttäuschtes Publikum“, frotzelte etwa Oliver Heinrich zu Beginn.

Die scherzhaft vorgetragene Sorge war unbegründet: Der mit 300 Plätzen ausverkaufte Rittersaal, der sich im üppigen Adventsornat und stimmungsvoll ausgeleuchtet präsentierte, war auch in der zweiten Hälfte rappelvoll.

Musik und Erzählungen hielten sich die Waage

Seit vielen Jahren sind Rösel und Heinrich, beide Gründer der Bon-Jovi-Tributeband Bounce, als Dynamisches Duo unterwegs. Ihre Storytellers-Sessions sind eine unterhaltsame Mischung aus Musik und Geplauder. Und an beiden Elementen hatte das Publikum auf Schloss Burg viel Spaß.

Schon beim ersten Song hatten die Zuhörer bereitwillig mitgesungen und zudem im Takt mitgeklatscht: Ein Eisbrecher war nicht nötig, weil es kein Eis gab, sondern von Anfang an herzliche Wärme im Umgang miteinander.

Höchst unterhaltsam war, wie die beiden Musiker aus Wülfrath ihre Erlebnisse von Auftritten auf Weihnachtsmärkten schilderten: „Weihnachtsmarkt-Wetter ist eigentlich immer ein Grad plus und Nieselregen.“ Und das Auditorium fühlte spürbar mit, als von klammen Fingern die Rede war, die die Gitarrensaiten einfach nicht mehr fanden.

Gebannt hingen die Zuhörer den beiden Musikern an den Lippen – faszinieret sowohl von deren verbalen Lockerheit als auch von der musikalischen Stärke. Beides gab es am Dienstagabend reichlich- und hielt sich die Waage. Ihre „schlechten Witze“, die längst zu Running Gags geworden sind, forderten insbesondere Jens Rösel nach eigenen Angaben heraus. „Ich sammele das ganz Jahr über neue, um die Fans nicht zu enttäuschen.“ Kostprobe? „Was ist das Gegenteil von Frühlingserwachen? Spätrechtseinschlafen!“

Musikalisch präsentierte das Dynamische Duo unaufgeregt seine Stimmstärke und die harmonischen Arrangements mehr oder weniger bekannter Stücke. Mal mit heiserer Western-Cowboy-Stimme, mal rauchig, mal sentimental und mal zarter erklangen zum Beispiel „Out of my life“ oder „Take my life“, „Ein Song unserer Schulzeit-Band, den spielen wir nur einmal im Jahr, nämlich hier“, verriet Oliver Heinrich grinsend.

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