Unglück

Explosion: Bewohner in Wuppertal bangen weiter

Die Bewohner des Nachbarhauses bangen noch. Foto: Anna Schwartz
+
Die Bewohner des Nachbarhauses bangen noch.

Der Besitzer muss über einen Abriss entscheiden.

Von Sebastian Appianing

Wuppertal. Nach der Explosion des Wohnhauses am Steinweg Nummer 52 müssen die 16 Bewohner des Nachbarhauses mit der Nummer 50 weiterhin um ihre Wohnungen bangen. Sie sind bei Freunden, Familien oder im Hotel untergebracht. Während die Bewohner des inzwischen teilweise abgerissenen Hauses mit der Nummer 52 nicht einmal persönliche Gegenstände aus dem zerstörten Haus retten konnten, dürfen die Mieter aus dem Nachbargebäude hoffen, dass sie irgendwann wieder in ihre Wohnungen zurück dürfen. Zumindest sei es möglich, das beschädigte Gebäude zu bestimmten Zeiten zu betreten.

Bewohner dürfen anders als ihre Nachbarn persönliche Dinge retten

Laut Wuppertals Stadtsprecher Thomas Eiting dürfen die Bewohner in Begleitung der Feuerwehr in das Haus, um persönliche Dinge und wichtige Dokumente zu holen. „Ob das Haus Nummer 50 zu retten ist, muss der Eigentümer entscheiden“, sagt Eiting. Es müsse „einiges an Geld dafür investiert werden“.

Die Bewohner des Hauses 50a konnten unterdessen in ihre Wohnungen zurückkehren. Wie es dagegen für die Menschen aus dem abgerissenen Haus Nummer 52 weitergehen wird, ist  ungewiss. Sie werden vermutlich bald auf Wohnungssuche gehen müssen.

In den sozialen Medien schwappt eine Welle der Hilfsbereitschaft. Auf Facebook gibt es mehrere Gruppen, die zu Spenden für die Betroffenen aufrufen. Viele Menschen wollen helfen und stellen Wohnraum zur Verfügung. Die polizeilichen Untersuchungen zur Ursache der Explosion dauern an.

Im teilweise abgerissenen Haus Nummer 50 sollen sich noch vier Katzen aufhalten, die den früheren Bewohnern gehören. Die Katzen wurden in den vergangenen Tagen mehrfach von Nachbarn gesehen. Da das Haus einsturzgefährdet ist und nicht betreten werden darf, versucht die Feuerwehr, die Tiere von außen einzufangen. Michael Schwarz, Sprecher der Feuerwehr: „Wir haben gestern eine Katze auf der Fensterbank gesichtet. Leider ist sie verschwunden, als wir mit der Drehleiter herangefahren sind. Es scheint, als seien die Tiere sehr scheu.“

Die Verkehrsbeeinträchtigungen dauern rund um den Alten Markt weiter an. Der Steinweg ist aktuell talwärts befahrbar. Bergauf ist nur ein Fahrstreifen frei. Die Sperrung hat Auswirkungen auf den Busverkehr rund um den Alten Markt.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Pipeline-Gegner nach Flut besorgt
Pipeline-Gegner nach Flut besorgt
Pipeline-Gegner nach Flut besorgt
Trauer um die „Hexe von der Kö“
Trauer um die „Hexe von der Kö“
Trauer um die „Hexe von der Kö“
Tonhalle bietet im September viele Höhepunkte
Tonhalle bietet im September viele Höhepunkte
Tonhalle bietet im September viele Höhepunkte
Inzidenz über 50: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen ab Montag
Inzidenz über 50: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen ab Montag
Inzidenz über 50: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen ab Montag

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare