Starcar

Europa Service übernimmt Hamburger Autovermieter

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Jens E. Hilgerloh stellt die Solinger Europa Service GmbH breiter auf. (Archivfoto)

SOLINGEN Solinger Unternehmen schließt sich mit Starcar GmbH zusammen.

Von Michael Kremer

Die Solinger Europa Service Holding AG übernimmt die Mehrheit an der Hamburger Starcar GmbH. Wie die Unternehmen mitteilen, werden die geschäftsführenden Gesellschafter der Starcar, Maik Grabow und Tobias Höpfner, im Gegenzug Aktienpakete der Europa Service erhalten und bleiben in der Geschäftsführung. Die Hauptverwaltungen beider Unternehmen sollen an ihren jetzigen Standorten in Hamburg und Solingen bestehen bleiben.

Mit dem Zusammenschluss wollen die beiden deutschen Autovermieter „eine weitere Marktkonzentration der fünf großen Autovermieter Sixt, Europcar, Enterprise, Hertz und Avis verhindern“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Europa Service, Jens E. Hilgerloh. „Mit der Vereinigung bündeln wir die Kernkompetenzen von Europa Service als Einkaufsorganisation und Mobilitätsanbieter und die Kernkompetenzen von Starcar als Autovermieter im Privat- und Firmenkundengeschäft mit starker Endkundenmarke“, ergänzt Höpfner.

Für die kleinen und mittelständischen Lizenznehmer der Europa Service würden durch den Zusammenschluss ganz neue Möglichkeiten entwickelt, „um sie in ihrem Geschäft beispielsweise als Lizenznehmer der Marke Starcar zu unterstützen“, fährt Höpfner fort.

Durch den Zusammenschluss kommen beide Unternehmen auf insgesamt rund 1330 Mitarbeiter, eine Bilanzsumme von fast 200 Millionen Euro und mehr als 15 000 Fahrzeuge. Europa Service allein hat bisher rund 9000 Pkw und Lkw in 2018 für mehr als 300 mittelständische Autovermieter in Deutschland eingekauft. Europaweit waren es rund 23 000 Fahrzeuge für 1400 Vermietstationen. Starcar ist eine Firmen- und Endkundenmarke, deren Stationsnetz deutschlandweit 32 Filialen umfasst.

Digitale Innovationen sollen vorangebracht werden

„Die technologischen Entwicklungen in unserer Branche sind rasant. Gemeinsam mit Europa Service können wir in diesen Bereichen angreifen und zusammen nachhaltige, digitale Strategien entwickeln und zügig auf die Straße bringen“, blickt Grabow in die gemeinsame Zukunft. Hilgerloh ergänzt: „Wir sind vor kurzem als strategischer Investor in das Start-up UZE Mobility eingestiegen. Das Spin-off der Technischen Hochschule Aachen nutzt unter anderem die in Städten anfallenden Fahrzeugdaten, um neue datenbasierte Geschäftsmodelle in den Bereichen Geomarketing, Versicherungen, Handel oder Wartung öffentlicher Infrastruktur zu entwickeln.“

Durch den Zusammenschluss könnten die jahrelang verbundenen Unternehmen jetzt die entstehenden Synergien nutzen.

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