Die ersten Aras erobern das neue „Aralandia“

Die Hyazinth-Aras mit ihrem leuchtenden Gefieder fühlen sich inzwischen wohl in ihrem neuen Zuhause Aralandia. Fotos: Stefan Fries
+
Die Hyazinth-Aras mit ihrem leuchtenden Gefieder fühlen sich inzwischen wohl in ihrem neuen Zuhause Aralandia. Fotos: Stefan Fries

Tier-Fans kauften trotz Unsicherheit Dauerkarten für den Grünen Zoo Wuppertal

Von Miriam Karout

Wuppertal Während der Grüne Zoo Wuppertal den ganzen November für den Publikumsverkehr geschlossen ist, läuft es hinter den Kulissen weiter wie zuvor. Denn die Tiere kann man nicht in Kurzarbeit schicken – genauso wenig wie das Personal, das sich auch ohne Zoobesucher täglich um die Tiere, Gehege und Gebäude kümmern muss. Doch der bisherige Umsatz ist angesichts der coronabedingten Schließungen ein „erfreuliches Ergebnis“.

„Unser Hauptausgabenpunkt sind Personalkosten und die laufen genauso weiter wie vor Corona“, erklärt Verwaltungsleiter Jochen Witjes. Aber dadurch, dass der Zoo ein städtisches Unternehmen sei, seien alle Mitarbeiter Angestellte der Stadt Wuppertal. Das sei eine große Sicherheit für alle. „So kommen wir glücklicherweise nicht in die Situation, dass wir kurz vor der Pleite stehen und Mitarbeiter entlassen müssen oder Futter nicht mehr bezahlen können“, sagte Witjes.

Das Einzige, was der Zoo an Kosten reduzieren konnte, sei Werbung. Denn wo es Zugangsbeschränkungen gibt, mache es nicht viel Sinn, eine Werbekampagne zu fahren. „Auch die Fortbildungen von Mitarbeitern sind größtenteils flachgefallen wegen der Hygienebeschränkungen“, so Witjes.

Stadt bezuschusste den Zoo 2019 mit sechs Millionen Euro

Um die Ausgaben besser zu veranschaulichen, rechnet Witjes das Ergebnis des Zoos aus dem vergangenen Jahr vor: So hatte der Zoo 4,6 Millionen Euro an Personalkosten, 3,5 Millionen Euro an Sach- und Dienstleistungskosten, eine Million Euro Abschreibung und knapp 100 000 Euro sonstiger anfallender Kosten. Unter dem Strich habe die Stadt den Zoo im vergangenen Jahr mit rund sechs Millionen bezuschusst. Dieser Betrag könnte dieses Jahr anders aussehen.

Ziel des Zoos sei es auch, Eintrittsgelder zu generieren. Denn alles, was erwirtschaftet wird beziehungsweise ein Verlust für den Zoo ist, gehe auch im städtischen Haushalt auf. Für 2020 werden diese Verluste höher sein – trotz Corona-Zuschusses des Landes in Höhe von 672 000 Euro für den Grünen Zoo. Im vergangenen Jahr habe der Zoo 3,5 Millionen Euro an Eintrittsgeldern eingenommen, dieses Jahr gerade mal 2,2 Millionen Euro.

„Aber es ist trotzdem enorm, wie die Leute uns mit dem Kauf von Jahreskarten unterstützt haben“, sagte Ilona Rosenecker aus der Zooverwaltung. „Wenn wir im Frühjahr aufgehabt hätten, dann hätten wir das Ergebnis aus dem letzten Jahr sogar übertroffen.“ Der diesjährige Umsatz sei den Kunden zu verdanken.

Sollte der Zoo im Dezember wieder öffnen können, wäre das „schön“, aber abzusehen sei es nicht. Rosenecker beschreibt, dass der Dezember erfahrungsgemäß aufgrund der Weihnachtsmärkte rückläufig war. In Corona-Zeiten aber könnte das anders sein. Im vergangenen Jahr seien 350 000 Euro Eintrittsgelder im Dezember eingenommen worden. „In Corona-Zeiten könnte ich mir vorstellen, dass die Leute doch im Dezember in den Zoo gehen, um Luft zu schnappen und zu entspannen. Weil es keine großen Alternativen gibt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare