Verkehr

Erörterungstermin zum Ausbau der L 419: Anwohner wollen Aufschub erreichen

Haimo Bullmann, Steffi Billert und Armin Brost kämpfen gegen den Ausbau der Südtangente. Foto:
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Haimo Bullmann, Steffi Billert und Armin Brost kämpfen gegen den Ausbau der Südtangente.

Kritiker aus Sonnborn und Ronsdorf sind sich einig

Wuppertal. Am Dienstag, 26. Oktober, steht für den geplanten Ausbau der L 419 ein wichtiger Termin an: der Erörterungstermin. Bei diesem nicht-öffentlichen Termin können alle, die Einwendungen gegen den Ausbau eingereicht haben, diese noch einmal mit dem Landesbaubetrieb Straßen NRW diskutieren. Anwohner wollen den Termin nutzen, um erneut Argumente vorzubringen. Gleichzeitig fürchten sie, dass dieser Termin ihnen nur formal Mitsprache einräumt.

Der Erörterungstermin bezieht sich auf den Ausbau des Straßenabschnitts zwischen Lichtscheider Kreisel und Erbschlöer Straße. Darauf folgen soll der Ausbau der weiteren L 419 bis zur A 1. Damit sei Wuppertal dann von Autobahnen eingekreist: „Wir sind daran interessiert, das als Gesamtprojekt zu betrachten“, sagt Steffi Billert, die mit ihrem Mann Armin Brost auf dem Boltenberg lebt. Und die den Lärm von der L 418 zwischen A 46 und dem Tunnel Burgholz ständig rauschen hört. Im aktuellen Verfahren werde der Ausbau mit der Entlastung Ronsdorfs begründet – dabei gehe es um eine Verbindung für den Fernverkehr. „Das ist Betrug“, findet Armin Brost. Das Ehepaar fürchtet eine erhebliche Zunahme der Belastung, wenn die Südtangente genannte Verbindung zwischen A 1 und A 46 erst einmal fertig ist. Die Stadt sei offenbar bereit, das Tafelsilber herzugeben und zuzulassen, dass sie weiter an Wohnwert verliert.

Sie seien sich einig mit den Ausbau-Gegnern aus Ronsdorf. Wie etwa Haimo Bullmann, der darauf hinweist, dass für die sechsspurige Straße 360 Bäume gefällt werden müssen und das Waldgebiet der Ronsdorfer Anlagen von dem Verkehrslärm betroffen sein werde. Die Straße werde Fläche versiegeln, damit die Hochwassergefahr erhöhen und sei ein Eingriff in das Ökosystem.

Armin Brost erklärt, dass nach dem Erörterungstermin das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist. Das wollten sie verhindern. Bei einem Erörterungstermin können keine neuen Aspekte vorgebracht werden, sondern es stehen nur die Themen auf der Tagesordnung, die bereits schriftlich eingebracht wurden. Steffi Billert fordert eine andere Verkehrspolitik: „Wir müssen Straßen zurückbauen, nicht ausbauen.“

Und falls es ihnen nicht gelingt, das Planfeststellungsverfahren jetzt zu stoppen, denken sie über eine Klage nach. kati

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