Restaurierung

Engelshaus: In allen Räumen wird gearbeitet

Architektin Stefanie Hentrich erklärt Oberbürgermeister Andreas Mucke die Ausstattung des sogenannten Tapetenzimmers. Foto: Anna Schwartz
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Architektin Stefanie Hentrich erklärt Oberbürgermeister Andreas Mucke die Ausstattung des sogenannten Tapetenzimmers. 

Noch 115 Tage bis zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels.

Wuppertal. Die beiden Worte Restaurierung und Endspurt in einem Atemzug zu nennen, ist eine gewagte Sache. Doch am 28. November, am 200. Geburtstag von Friedrich Engels, soll und muss das restaurierte Engelshaus vorzeigbar sein. Über den Fortgang der Arbeiten informierte sich am Montag Oberbürgermeister Andreas Mucke, der sich von Hans-Uwe Flunkert, Chef des Gebäudemanagements (GMW), und Architektin Stefanie Hentrich durch das Haus führen ließ.

Rund 3,5 Millionen Euro investiert die Stadt in die Sanierung und den Umbau des Gebäudes, das den Besuchern nach der Wiedereröffnung einen Einblick in das Leben der Fabrikantenfamilie Engels bieten soll. 1775 wurde das Haus von den Großeltern von Friedrich Engels erbaut, im Jahr 1800, als die Familie zu Reichtum gekommen war, erstmals grundlegend umgebaut. Das Geburtshaus von Friedrich Engels wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. „Wir bauen das Engelshaus nicht in seinen ursprünglichen Zustand von 1775 zurück, sondern zeigen ganz bewusst, wie es sich im Lauf der Jahrhunderte verändert hat“, sagt Hans-Uwe Flunkert.

Künftig können sich Paare im Tapetenzimmer trauen lassen

Eine der größten Attraktionen für die Besucher wird das Tapetenzimmer sein, wo später Trauungen stattfinden sollen. „Die Tapeten stammen aus einer Wuppertaler Manufaktur, die Landschaftsmalereien von einem namentlich nicht bekannten Düsseldorfer Künstler“, berichtet Stefanie Hentrich über den repräsentativsten Raum. „Hier würde ich gerne mein Dienstzimmer einrichten“, meint Andreas Mucke schmunzelnd.

Aktuell wird noch in allen Räumen restauriert. Die Parkettböden sind bereits aufgearbeitet und werden noch mit Sperrholzplatten geschützt. Viel Zeit wird für die Wände und Decken verwendet. Bei dem Engelshaus handelt es sich um ein Fachwerkhaus, wie es damals im Prinzip eines Fertighauses errichtet wurde. Die Wände waren ursprünglich mit Lehm verputzt, in späteren Jahren kamen als Baumaterialien Ziegel- und Bimssteine hinzu. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss wurden Übergänge zu einem Zwischengebäude geschaffen, das als Eingang zum Engelshaus dienen wird.

Apropos Endspurt: Der Rohbau für diesen Eingang muss bis zum 28. November stehen – pünktlich zum 200. Engels-Geburtstag. ab

Sonderheft

Der Bergische Geschichtsverein hat ein Sonderheft zu Friedrich Engels herausgegeben. Auf 150 Seiten geht es nicht um seine weltpolitische Bedeutung, sondern um seinen Bezug zu Wuppertal. Herausgeber ist der einstige Stadtarchivar Uwe Eckardt. Das Heft kostet 10 Euro und ist direkt beim BGV erhältlich:

info@bgv-wuppertal.de

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